Der Zauber des Alltags

Nach der Party am Samstag schlief ich am Sonntag erst einmal aus. Zurück in Münster bekam ich die Nachricht eines Bekannten aus Berlin, er habe ein Café gefunden, das es sowohl in Berlin als auch in Münster gebe und dessen Berliner Filiale er kürzlich besucht habe. Ich bin ja selbst immer wieder gerne in Berlin und liebe die Essgelegenheiten, die nicht immer günstig, aber oft sehr lecker sind. Münster hat in den letzten Jahren eine Reihe sehr guter Cafés bekommen und ich probiere immer wieder gerne etwas Neues aus. Was lag also näher, als das Café in Münster zu testen?

Es war ein warmer Tag mit frühsommerlichen Temperaturen. Ich saß gemütlich draußen. Essen und Getränke waren sehr lecker! Die ganze Atmosphäre erinnerte mich an Urlaub und tatsächlich an Berlin.

Der Blick auf die von Sonne beschienene Überwasserkirche und den blauen Himmel, der Geruch und Geschmack des Essens, die Wärme des Tages auf der Haut, dazu die Musik im Hintergrund… es war eine Situation, die alle Sinne ansprach. Das macht für mich den Zauber des Alltags aus. Es reicht eine Kleinigkeit, auf die ich mich konzentrieren kann und die etwas ungewöhnlich ist, so wie dieses Stück Kunst in der Nähe des Bahnhofs:

Kunst in Münster

Kunst in Münster

Es sind diese Sinneseindrücke, diese kleinen Entdeckungen, dank derer ich mit einem Staunen durch die Welt gehen kann. Ich habe das schon auf dem Spaziergang durchs Kreuzviertel gemerkt, als ich die Jugendstil-Verzierungen bewundert habe.

Wenn ich mich im normalen Alltag gehetzt fühle, dann ist meine Aufmerksamkeit auf mein Ziel gerichtet und ich blende alles andere aus. Das ist schade, denn das nimmt den Leben seinen eigentlichen Reiz.

Eine Sache, die mich an dem Tag noch sehr glücklich gemacht hat: Kurz bevor ich zahlen ging lief im Café langsame elektronische Musik mit unglaublich melancholischem weiblichen Gesang. Es war so, als würden The Corrs für ein Stück von Chicane singen (lustigerweise habe ich beide tatsächlich vor Jahren auf einen Sampler namens „Irish Ambient“ gepackt, weil sie so gut zusammenpassen).

Ich fragte den Kellner. Da sei ein Mix. Er schrieb mir freundlicherweise den Namen auf. Die verwendeten Originale stammen alle von nordeuropäischen Künstlern. Das Lied, das ich meine, erklingt ab etwa 13:24.

Nordic by Nature: Pet Music (September mix)

Mit ein wenig Internetrecherche fand ich sogar ein Video vom Original. Es klingt wirklich wie Musik von Chicane und Gesang von The Corrs. Wunderschön!

Say Lou Lou: Maybe You

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5 Gedanken zu „Der Zauber des Alltags

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