Konsumterror: Die CDs

Morgen geht die nächste Reise los, auch wenn das Ziel „nur“ ein bereits bekanntes Land sein wird. Dennoch bin ich schon seit Tagen nervös, denn zum einen werde ich wieder einen einwöchigen Ukulelekurs geben (wie zuletzt Silvester). Bis Bielefeld werde ich mit dem Zug reisen und muss möglichst viele Ukulelen mitnehmen. Der bisherige Rekord liegt bei fünf.

Zum anderen habe ich wieder einen DJ-Job. Das war die Gelegenheit, einmal die CDs zu sortieren, die sich auf der Fensterbank angesammelt und gestapelt haben. Einige davon hatte ich noch nicht auf die Festplatte kopiert. Inzwischen habe ich echte Platzprobleme. Der Besuch im Plattenladen in Stockholm hat die Situation verschärft und auch von der Reise danach (von der ich noch gar nicht berichtet habe) habe ich einige musikalische Andenken mitgebracht.

Dazu kommt aber noch mein Anspruch als DJ, mich stets zu verbessern. Ich habe mir ja gemerkt, nach was auf Sardinien, auf der 1990er-Jahre-Party und in Erfurt gefragt wurde, ich aber nicht (dabei) hatte. Vorgestern beim Tanzen ist mir auch noch ein Lied aufgefallen.

Daher habe ich in den letzten Tagen bereits einiges eingekauft und in den Nächten wahre CD-Auslese-Orgien eingelegt. Heute habe ich mich jedoch selbst übertroffen und alle fünf CD-Läden besucht, die ich in Münster regelmäßig oder zumindest ab und zu ansteuere. Dazu gehören zwei Filialen eines großen Elektronik-Discounters. Da fühle ich mich meistens nicht so wohl, selbst die Sonderangebote ziehen mich nicht mehr so sehr an, aber man bekommt die Charts (von denen ich ausnahmsweise zwei Singles gekauft habe, was sehr selten vorkommt!) und wenn die anderen Quellen nicht ergiebig sind, habe ich zumindest hier noch die Chance, fündig zu werden. Die drei Lieblingsläden sind:

  1. andrä
  2. Jörgs CD-Forum
  3. Poptanke

Was ich da schon an Schätzen gefunden und herausgetragen habe! Diese Einkaufsaktion zeigt auch meine Einstellung zum Konsum: Ich sehe Konsum allgemein nicht kritisch. Entscheidend ist für mich, was ich mit dem mache, was ich kaufe. In diesem Fall dient es dazu, dass ich selbst neue Musik hören kann und dass ich gleichzeitig andere als DJ unterhalten kann.

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4 Gedanken zu „Konsumterror: Die CDs

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