Acht Monate rum…

…von der einjährigen Auszeit. Was ist passiert? Wie habe ich die Zeit genutzt?

Ursprünglich hatte ich gedacht, dass ich in den dunklen Monaten weniger reisen würde, doch das Gegenteil war der Fall: Mehr als die Hälfte der Zeit habe ich im Ausland verbracht. Ganz nebenbei habe ich auch die Liste der Länder, in denen ich gewesen bin, um einige Einträge erweitern können. Sogar zwei neue Länder waren dabei. Alle 26 Länder von meiner ursprünglichen Liste werde ich in den verbleibenden vier Monaten kaum zuende schaffen oder es wird sehr anstrengend und hektisch. Ohne dieses hochgesteckte Ziel hätte ich jedoch sicherlich nicht soviel Neues ausprobiert und wäre weniger gereist.

Stattdessen haben sich meine Ziele verschoben, denn es sind einige neue dazugekommen. Benny Lewis von „Fluent in 3 months“ hat vor einiger Zeit einen kritischen Artikel über das ständige Reisen geschrieben, in dem er die Dinge auflistet, die man nur „zu Hause“ machen kann. Er empfiehlt außerdem, lieber mal eine längere Zeit in einem Land zu bleiben. Das mache ich zwar nicht am Stück, aber von dem Jahr Auszeit war ich insgesamt schon über einen Monat lang in Ungarn. Das ist natürlich auch eine tolle Erfahrung, sich woanders so heimisch fühlen zu können.

(Der Eitelkeit halber sei noch erwähnt: Ich tauche in einigen früheren Videos von Benny Lewis auf, weil wir auf denselben Esperanto-Veranstaltungen waren. Er hat auch ein Lied von mir verwendet.)

Wenn ich heute an den Tag zurückdenke, an dem ich das Jahr Auszeit angetreten habe, dann kommt es mir vor, als seien Jahre vergangen, so viele Erfahrungen habe ich gemacht, so sehr hat sich mein Leben verändert. Ich sehe jetzt viele Dinge anders, auch die Zeit vorher. Ich konnte aus der damaligen Situation heraus nichts weiter ändern, weil ich zu sehr in meinen bisherigen Rollen gefangen war. Vieles, das ich damals schon richtig gemacht habe, kann ich erst jetzt voll genießen. Die wichtigste Überzeugung, die ich in den vergangenen Monaten gesammelt habe, lautet: Ich kann ein ganz anderer Mensch sein.

Angenehmerweise habe ich es im November ebenfalls geschafft, einiges zu schreiben. Völlig aus der Reihe war der Eintrag über den 09. November 1989. Danach ging es weiter mit dem aktuellen Jahr ab Ende September: Ich besuchte einen Kollegen und seine Familie in Pankow, schaute am nächsten Tag im Leleland vorbei und reiste dann zurück nach Münster. Dort erwartete mich für ein paar Tage das ungewöhnliche Erlebnis namens „eine Mitbewohnerin„. Anfang Oktober war Kirmes in Nordwalde, über einige Ereignisse danach hatte ich bereits im Oktober selbst berichtet. In der Mitte des Monats fuhr ich für ein Wochenende nach Kempen, reiste danach ein weiteres Mal nach Budapest. In dieser Zeit besuchte ich Esztergom und gönnte mir bei der Gelegenheit den Spaß, zu Fuß über eine Brücke die Grenze zur Slowakei zu überqueren. Das Wochenende um den Monatswechsel herum verbrachte ich dann wieder in Fantasy-Gefilden, genauer gesagt auf dem Allaventurischen Konvent auf Burg Rieneck im Spessart. Damit bin ich mit dem Schreiben bei Anfang November angelangt. Und wie gesagt, der November hatte es in sich! Da war sogar der Oktober, in dessen zweiter Hälfte ich, von einer Übernachtung und einigen Stunden Pause abgesehen, ständig unterwegs war, vergleichsweise harmlos dagegen.

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3 Gedanken zu „Acht Monate rum…

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