Pavia

Eine Reise nach Frankreich, Übernachten in Marseille und Nizza, ein Tagesausflug nach Monaco – was würde noch kommen auf meiner Herbstreise? Am Morgen meines Aufbruchs hatte ich noch ein Gespräch über Gesellschaft und Politik mit einem französischen Hotelgast beim Frühstück. Damit wurde ein weiteres Klischee erfüllt: Franzosen sind Intellektuelle.

Dann ging es aber zum Bahnof. Ich fuhr dieselbe Strecke wie am Tag zuvor, nur diesmal bis ans Ende, zum italienischen Grenzbahnhof Ventimiglia. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass bereits Nizza einen deutlich italienischen Einschlag für mich hatte, weil ich viel Italienisch dort hörte. Jetzt war ich in Italien selbst und obwohl sich auf den ersten Blick nicht viel verändert hatte, war es für mich sprachlich ein Sprung nach vorne: Italienisch kann ich deutlicher. Außerdem war ich so oft in Italien, dass ich mich da schon ein Stück zu Hause fühle. In Nizza hatte man mir nur die Fahrkarte bis Ventimiglia verkaufen können, so dass ich lieber einen Zug früher genommen hatte. Es stellte sich jedoch heraus, dass das selbst bei nur 19 Minuten Umsteigezeit überhaupt kein Problem gewesen wäre. Ich konnte ganz schnell die Fahrkarte an einem Automaten kaufen – wie schon in Marseille am Bahnhof funktionierte alles besser als ich in meiner pessimistischen Rechnung befürchtet hatte.

Ich nahm einen direkten Zug nach Pavia. Auch wenn ich den Namen kenne (hier bitte einen Kalauer über den Namen der Einwohner vorstellen), war ich dort noch nie. Jetzt besuchte ich eine Freundin. Zum Glück hatte ich meine Reise nicht von Anfang an durchgeplant, denn es ergab sich, dass sie am nächsten Tag selbst verreisen würde. So stellte es sich als schlau heraus, dass ich das Hotelzimmer in Pavia (so wie das in Nizza) erst reserviert hatte, als ich bereits unterwegs war.

Wir hatten uns zwar einige Wochen zuvor gesehen, aber nach wie vor viel miteinander zu quatschen. Ich besorgte Kaffee und holte sie aus der Uni ab (Tipp für Horrorfilm-Regisseure: die Universität gäbe ein ähnliches Setting wie in „Cube“ her), bei ihr zu Hause konnte ich meine Flugticket ausdrucken, das ich später auf meiner Reise noch benötigen würde und das ich – natürlich – erst unterwegs gebucht hatte.

Spaziergänge durch die Stadt, ein gutes Essen und viel Zeit zum Reden – so kann man einen Abend gut ausfüllen. Zwischendurch schaffte ich es noch, ein paar Kleinigkeiten in einem Supermarkt zu besorgen.

Am nächsten Tag blieb noch Zeit für einen Spaziergang bei Tageslicht, so dass ich noch einige Fotos schießen konnte. Dann nahm ich den Zug nach Mailand, auf dem Weg zu meiner nächsten Etappe.

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5 Gedanken zu „Pavia

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