Zürich

Ich war nach Frankreich gereist, in Marseille und Nizza gewesen sowie einen Tag in Monaco und hatte einen Tag in Pavia verbracht, von wo aus ich bis nach Mailand gefahren war. Von dort aus nahm ich einen Zug nach Zürich. (Bei der Hinfahrt in meinen Osterurlaub war ich übrigens dieselbe Strecke in umgekehrter Richtung gefahren.)

Im dortigen Hauptbahnhof war ich zunächst etwas perplex, weil es so ungewohnt voll und laut war – und das im Vergleich zu Italien! So kannte ich die Schweizer gar nicht. Erst später fand ich heraus, dass an diesem Tag der Weihnachtsmarkt im Bahnhof eröffnet wurde. Ich war jedenfalls erst einmal eingeschüchtert ob dieser Menschenmassen. Bei dieser Gelegenheit merkte ich ganz gut, dass ich introvertiert bin. Kurze Zeit später, ich hatte einen groben Stadtplan gerade geöffnet, um mich zu orientieren, sprach man mich direkt an, um mir zu helfen. Mein Eindruck von den Schweizern war schlagartig gerettet!

Ich hatte mir wie schon in Nizza und Pavia erst während meiner Reise eine Unterkunft gesucht, was in der Schweiz allerdings preislich eine besondere Herausforderung war. Dennoch hatte ich etwa fünfzehn Minuten zu Fuß entfernt eine kleine Wohnung gefunden, die mit Kühlschrank, Wasserkocher und Spüle besser ausgestattet war als ein gewöhnliches Hotelzimmer. Meinen Besuch in der Schweiz hatte ich einem Freund angekündigt, den ich im April in Jesberg und zuletzt Anfang des Monats beim Allaventurischen Konvent gesehen hatte. Ein Vergleich mit der Adresse, die ich hatte, ergab überraschenderweise, dass er nur eine Straße weiter wohnte. Was für ein Zufall! Wir gingen gemeinsam in einem italienischen Restaurant essen. Die Schweiz ist im Verhältnis zu Deutschland teuer, aber so hatte ich wenigstens sehr gut gegessen. Auch diesmal hatte ich viel zu quatschen und am Ende des Abends ging ich gut gestärkt und allerbester Laune ins Bett.

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5 Gedanken zu „Zürich

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