Amsterdam

Vor zwei Wochen ging – wie im Januar geplant – meine Auszeit zuende. Die zwei verbleibenden Monate kann ich später in Rücksprache noch nehmen, aber jetzt ging es erst einmal zur Arbeit ins Ausland! Ich war seit November nicht mehr in den Niederlanden gewesen. Ich hatte am Wochenende noch einen Rollenspieltag mit Freunden in Nordwalde gehabt; am Sonntag fuhr ich dann von dort aus zunächst nach Enschede. Hier war ich zuletzt im September gewesen; doch diesmal sollte die Reise weitergehen. Ich nahm einen IC nach Utrecht Centraal, von dort aus nach Amsterdam-Schipohl und dann einen Regionalzug nach Hoofddorp – und da war ich!

Enschede-Station

Inzwischen habe ich schon die ersten zwei Wochen bei der Arbeit überlebt. Ich erinnere mich gut an eine Situation am ersten Arbeitstag. Draußen schien die Sonne, der Himmel war klar und ich dachte mir: Ich könnte jetzt noch zwei Monate reisen, aber ich habe das Gefühl, dass ich da bin, wo ich sein will. Das hat sicher auch damit zu tun, dass die drei wichtigen Motive, die ich am Anfang meiner Auszeit ausgedrückt habe (einen Unterschied machen, etwas in den Herzen der Menschen bewegen, gut genug für etwas sein), als erfüllt ansehe.

Wichtig ist auch, dass ich einige Sachen aus der Auszeit hinübergerettet habe, die mir etwas bedeuten. Zum einen lerne ich jetzt (wenn auch sehr langsam) Niederländisch. Über Duolingo ist das über einen englischsprachigen Kurs etwas mühselig, aber mit meinem „Kauderwelsch Wort für Wort“ und einem kleinen Wörterbuch schlage ich mich schon ganz gut. Es bewahrheitet sich ein weiteres Mal: Egal, wie gut die Leute Englisch können, es ist einfach viel höflicher, wenn man die lokale Sprache zumindest ein wenig beherrscht.

Zum anderen habe ich gleich in der ersten Woche mit dem Ukulele-Club Amsterdam Kontakt aufgenommen und war zweimal beim regelmäßigen Treffen. Auf die Weise komme ich mindestens einmal in der Woche unter die Leute.

Im Vergleich zu meiner Zeit in Hamburg habe ich nicht erst das Ende des Projektes abgewartet, um ein Wochenende privat in der Stadt zu verbringen, in der ich arbeite, sondern das gleich bei der zweiten Gelegenheit gemacht. Von dem, was ich gemacht habe, berichte ich ein anderes Mal.

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