Umschalten

Vor drei Monaten habe ich begonnen, über meine Suche nach dem verlorenen Groove zu schreiben. Vieles ist mir inzwischen klar geworden: Ich erinnere mich daran, dass ich aus jeder Krise stärker als zuvor zurückgekommen bin. Ich weiß wieder, wann ich den Groove hatte und wo ich ihn finden kann. Ich weiß, dass der Groove eine innere Kraft ist, die mit Selbstachtung und Selbstvertrauen zu tun hat. Ich habe erkannt, was den Zugang zu meinen Gefühlen, der wie Superkräfte wirkt, blockierte – sozusagen was mein Kryptonit ist. Ich verstehe inzwischen, dass es mir gut gehen muss, damit mir tolle Dinge passieren können – nicht umgekehrt. Ich habe endlich durchblickt, dass Selbstwert und Respekt kein Luxus sind. Ich habe drei augenöffnende Ratschläge bekommen. Mir ist klar, dass mein hohes Verantwortungsgefühl, eigentlich eine Stärke, auch gegen mich verwendet werden kann. Ich habe einige falsche Lehren aus der Popkultur erkannt und abgelegt. Ich weiß, wie wichtig das Ausleben aller Gefühle – auch das Weinen – ist. All das hilft, die Bitterkeit zu überwinden.

Letzteres ist wichtig, um umzuschalten und nach vorne zu schauen. Wie läßt sich das konkret in Worte fassen?

In den Phasen von Unzufriedenheit in meinem Leben kam mir häufig folgender Satz in den Sinn:

„Das kann’s doch nicht gewesen sein.“

Es braucht seine Zeit, diese Einstellung, die den Blick zurück in die Vergangenheit richtet, zu verändern. Im letzten Vierteljahr habe ich es geschafft, einen neuen Satz zu formen:

„Das soll’s noch nicht gewesen sein.“

Es muss noch mehr geben im Leben als das, was wir kurzfristig erfahren können – für diese Stimmung fällt mir ein Lied ein, das mir in den letzten Monaten in verschiedenen Versionen über den Weg gelaufen ist: „Higher Love“.

Im September letzten Jahres, ich aß in Nordwalde im Imbiss zu Mittag, hörte ich im Radio, das im Hintergrund lief, eine aktuell klingende Version. Die Stimme der Sängerin gefiel mir überraschend gut – dabei habe ich oft den Eindruck, mit der neuesten Musik oft nichts anfangen zu können. Als ich später kontrollierte, wer es war, musste ich lachen: Es war ein neu instrumentiertes Stück von Whitney Houston!

Das Original ist von Steve Winwood:

Lilly Winwood, Tochter von Steve, hat vor einigen Jahren noch eine Version aufgenommen, bei der ihr Vater das Klavier und den Hintergrundgesang übernommen hat.

Das Lied ist wirklich unkaputtbar, auch wenn es nicht leicht zu spielen oder zu singen ist. Hier eine Liveversion von einer niederländischen Band:

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