Wegweiser fürs neue Jahr

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Drei Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich darüber gebloggt, meine Sehnsucht zu bewahren.

Das Jahr ist noch keine zwei Wochen alt und schon habe ich es wieder geschafft, den Groove zu finden!

Ich wollte mir einen Vortrag von Amy C. Edmondson über psychologische Sicherheit ansehen. Ich habe dieses Thema vor einiger Zeit für mich entdeckt und kenne Amy Edmondson als Expertin dazu. Schon in der ersten Minute merkte ich, wie das Feuer hell in mir brannte. Ich fühlte mich „ganz wie zu Hause„, ich war „genau da, wo ich sein sollte„, ich war „im Hier und Jetzt„, „ganz bei mir selbst„. Fantastisch! Edmondson spricht eine ganz wichtige Erkenntnis an: Sich wohl zu fühlen und starke Leistung zu bringen sind keine Gegensätze. Sich sicher zu fühlen ermöglicht es erst, auf Dauer herausragende Leistungen zu vollbringen, ohne dass man ausbrennt. Was soll ich sagen? Das ist mein Thema. Ein absoluter Volltreffer.

Plötzlich hatte ich den Groove. Ich war wie der Ritter, der über dem Abgrund schwebt, den Gral vor Augen. Und so wie der Gral wundersame Heilkräfte hat, so fühlte es sich an, als würde viel Schmerz der letzten Jahre ein Stück geheilt.

Meine Vorstellung, mich sicher fühlen zu müssen, um Großes vollbringen zu können, war keine Spinnerei. Dieser Standpunkt wird durch Wissenschaft unterstützt. Ich war nicht verrückt oder gar schwach – die Leute, die mir das verweigern wollten, waren emotional unreif, bestenfalls unsicher.

Heute habe ich mir außerdem eine Zusammenfassung eines Buches von Kristen Neff namens „Selbst-Mitgefühl“ angehört („Self-compassion. The proven power of being kind to yourself“). Darin werden viele Mechanismen angesprochen, die dazu führen, dass Erwachsene unglaublich hart, ja sogar gnadenlos gegenüber sich selbst sind und sich sogar für kleinste Fehler fertigmachen. Als Ursache wird genannt, dass es schlechte Prägungen durch einzelne Personen aus der Kindheit sein können, ebenso jedoch auch die Kultur der umgebenden Gesellschaft. „Überraschung“: Stets „die Zähne zusammenbeißen“ und „durchhalten“ führt weder zu glücklichen noch zu stärkeren Menschen. Ich habe mich in den Beschreibungen sehr stark selbst wiedererkannt. Immerhin, ich habe das sofort tun können, ohne es erst abwehren zu müssen. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Veränderung.

Schon vorher wurde mir von einem Bekannten der Film „Friedlicher Krieger“ (Peaceful Warrior) empfohlen, in dem es heißen soll: Gefühle müssen nicht beherrscht werden. Sie sind natürlich so wie vorbeiziehendes Wetter. Manchmal ist es Angst, manchmal Traurigkeit oder Zorn. Gefühle sind nicht das Problem. Entscheidend ist es, die Energie der Gefühle in konstruktive Handlungen umzusetzen. Das fasst meine eigene Vision von meinem zukünftigen Umgang mit meinen Gefühlen hervorragend zusammen.

Diese drei Dingen seien mir Wegweiser fürs neue Jahr!

Ein Gedanke zu „Wegweiser fürs neue Jahr

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