„Man sieht es ihnen nicht an“

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Sechs Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Heute möchte ich etwas außerhalb der Reihe über ein Thema schreiben, das mich schon länger bewegt. Da gerade der Herbst begonnen hat und die Tage wieder deutlicher kürzer werden, ist jetzt ein besonders guter Zeitpunkt.

Ich hörte vor einigen Wochen mal wieder elektronische Musik, genauer gesagt Above & Beyond – Group Therapy 447 (ABGT). Das ist oft sehr sphärisch, ruhig, entspannend und lädt mich persönlich zum Träumen ein. Natürlich ist elektronische Musik dieser Art auch kommerziell und hat ein durchaus hedonistisches Publikum. Umso erstaunter war ich, als der Gast-Mix dieser Ausgabe eingeleitet wurde mit einer Erklärung, dass nun Musik von dem Duo „Leaving Laurel“ komme, deren eine Hälfte, Pierce Fulton, sich Anfang diesen Jahres nach einem langen Kampf mit psychischen Problemen das Leben genommen habe. Das Debütalbum (!) sei eine Erinnerung an ihn. Nun laufe eine Spendenaktion, um das Yellow Tulip Project zu unterstützen, das sich zum Ziel gesetzt habe, das Stigma psychischer Krankheiten zu durchbrechen.

Wow. In einer Sendung, in der es um Spaß, Abfeiern und das leichte Leben genießen geht, wird wie selbstverständlich und mit der richtigen Ruhe und Ernsthaftigkeit so ein schweres Thema angesprochen.

Leaving Laurel: Take Your Time

Vor über einem halben Jahr gab es schon einmal so einen „Wow“-Moment. Die von mir sehr geschätzte Nadja Hermann (erzählmirnix, viele witzige Comics und das Buch „Fettlogik überwinden“) veröffentlichte ein Foto von sich auf Twitter, auf dem sie unglaublich sympathisch lächelt, zusammen mit dem Hinweis, dieses Bild sei in der schwersten Phase ihrer Depression entstanden. Unter dem Hashtag #FaceTheDepression gab es eine Riesensammlung von Leuten, die ähnliches taten.

Es tat mir sehr gut, diese Fotos zu sehen und die Texte zu lesen. Ich habe lange gedacht, alle anderen seien glücklick, und dann lese ich, wie fertig viele Menschen sind, die ganz fröhlich scheinen.

Dies ist eine gute Sache der heutigen Zeit: Die Hürde, über psychische Krankheiten zu sprechen, ist deutlich gesunken!

Niemand muss sich wegwerfen. Es gibt immer eine bessere Lösung!

2 Gedanken zu „„Man sieht es ihnen nicht an“

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