Die Zeit ist jetzt

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Sechs Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich darüber gebloggt, dass sich niemand wegwerfen muss.

Gestern bin ich ein Jahr älter geworden. Obwohl ich erneut keinen Besuch vor Ort bekommen konnte, war es längst kein so einsamer Tag, denn ich habe von früh bis spät Glückwünsche bekommen und einige Leute sogar via Discord gesehen. Das tat sehr gut!

Auch wenn ich mit Wehmut lese, was ich vor fünf Jahren gebloggt habe, so erkenne ich an dem, was ich vor einem Jahr schrieb, dass ich inzwischen ein ganzes Stück weiter bin. Das macht Mut!

Ich habe mir fürs neue Lebensjahr vorgenommen, einige Sachen in meinem Leben aufzuräumen. Ich brauche in meinem Alltag Energiequellen – Dinge und Leute, die mich unterstützen und die mir Kraft geben. Es hat außerdem keinen Sinn, in einer Situation zu bleiben, die mich konstant überfordert. Wie auch immer die notwendige Veränderung aussehen wird – sie wird kommen, da bin ich ganz zuversichtlich.

Es gibt noch vieles, was ich im Leben erreichen kann. Es gibt nichts mehr, das ich erreichen muss.

Es gibt nichts und es hat auch nie etwas gegeben, für das sich Stress lohnt. Es mag Veränderung geben, die irgendwann einfach so kommt ohne mein Zutun – und dennoch lohnt es sich nicht, darauf zu warten.

Wie der Zufall so spielt: Ich stieß in den letzten Stunden meines Geburtstags auf ein altes Lied, das „Die Zeit ist jetzt“ heißt. Und wie so viele guten Lieder der letzten Zeit brachte es etwas in mir zum Schwingen… diese Sehnsucht, diese innere Unruhe… dieser Appell ans Hier und Jetzt. Was für eine Freude, ein scheinbar altbekanntes Lied zum ersten Mal richtig zu entdecken!

Ich guckte nach, von wann es war: Anfang 2000. Eine der besten Zeiten meines Lebens. Klare Sache, das Schicksal zwinkert mir zu.

Moloko: The Time Is Now

„Man sieht es ihnen nicht an“

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Sechs Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Heute möchte ich etwas außerhalb der Reihe über ein Thema schreiben, das mich schon länger bewegt. Da gerade der Herbst begonnen hat und die Tage wieder deutlicher kürzer werden, ist jetzt ein besonders guter Zeitpunkt.

Ich hörte vor einigen Wochen mal wieder elektronische Musik, genauer gesagt Above & Beyond – Group Therapy 447 (ABGT). Das ist oft sehr sphärisch, ruhig, entspannend und lädt mich persönlich zum Träumen ein. Natürlich ist elektronische Musik dieser Art auch kommerziell und hat ein durchaus hedonistisches Publikum. Umso erstaunter war ich, als der Gast-Mix dieser Ausgabe eingeleitet wurde mit einer Erklärung, dass nun Musik von dem Duo „Leaving Laurel“ komme, deren eine Hälfte, Pierce Fulton, sich Anfang diesen Jahres nach einem langen Kampf mit psychischen Problemen das Leben genommen habe. Das Debütalbum (!) sei eine Erinnerung an ihn. Nun laufe eine Spendenaktion, um das Yellow Tulip Project zu unterstützen, das sich zum Ziel gesetzt habe, das Stigma psychischer Krankheiten zu durchbrechen.

Wow. In einer Sendung, in der es um Spaß, Abfeiern und das leichte Leben genießen geht, wird wie selbstverständlich und mit der richtigen Ruhe und Ernsthaftigkeit so ein schweres Thema angesprochen.

Leaving Laurel: Take Your Time

Vor über einem halben Jahr gab es schon einmal so einen „Wow“-Moment. Die von mir sehr geschätzte Nadja Hermann (erzählmirnix, viele witzige Comics und das Buch „Fettlogik überwinden“) veröffentlichte ein Foto von sich auf Twitter, auf dem sie unglaublich sympathisch lächelt, zusammen mit dem Hinweis, dieses Bild sei in der schwersten Phase ihrer Depression entstanden. Unter dem Hashtag #FaceTheDepression gab es eine Riesensammlung von Leuten, die ähnliches taten.

Es tat mir sehr gut, diese Fotos zu sehen und die Texte zu lesen. Ich habe lange gedacht, alle anderen seien glücklick, und dann lese ich, wie fertig viele Menschen sind, die ganz fröhlich scheinen.

Dies ist eine gute Sache der heutigen Zeit: Die Hürde, über psychische Krankheiten zu sprechen, ist deutlich gesunken!

Niemand muss sich wegwerfen. Es gibt immer eine bessere Lösung!

Lei{d|t}motive

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Fünf Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich hoffnungsvoll über die bessere Jahreshälfte gebloggt sowie darüber, endlich wieder unterwegs zu sein, meine besten Freunde wiederzusehen, Jahrestage und Phantomschmerzen, was ich bin und was nicht, wie die Energie langsam zurückkommt, die Fragen, wo ich hingehe und ab wann es schiefging in meinem Leben, Jahre, die zu mir sprechen sowie über Platz für Verletztheit.

Zu dem Blogeintrag von letzter Woche ist mir noch eine Frage eingefallen: Warum erzielen nur einige Versionen der genannten Lieder diesen Effekt? Warum werde ich bei einigen traurig und bitter, während andere sogar meine Stimmung verbessern?

Diejenigen Versionen, die meine Stimmung kippen lassen, sind besonders zart, ruhiger, leichter arrangiert oder leicht beschwingt. Dann kommen viele starke Emotionen in mir hoch. Dabei sind mir noch drei Sachen aufgefallen:

  • Dass nicht alle Versionen dies bewirken, zeigt mir, dass ich nicht eine generelle Allergie gegen diese Lieder entwickelt habe.
  • Dass ich positiv auf einige Versionen reagiere, zeigt auch, dass nicht starke Emotionen, Romantik und Leidenschaft ein Problem sind. Es ist eher die mitschwingende Annahme, dass alles ganz leicht ist, dass sich alles schon ergeben wird.
  • Dass ich nicht verbittert bin, zeigt sich darin, dass ich nicht meine Erfahrung zum allgemeinen Maßstab erheben möchte oder nach diesen Regeln mein restlichen Leben zubringen will.

Gestern war habe ich erneut an einer virtuellen Runde rund um Befreiende Strukturen (Liberating Structures) teilgenommen. Die haben mir ja bereits mehrmals auf meinem Weg geholfen, etwa dabei, meine eigene Aufgabe glasklar formulieren zu können.

Es ging diesmal um eine scheinbar einfache Frage: Wie waren die letzten eineinhalb Jahre?
Dabei stellte ich fest, dass es sich anfühlte, als habe sich nichts verändert, während sich tatsächlich viel verändert hat für mich:

  1. Ich habe mich beruflich verändert und eine neue Stelle (innerhalb desselben Unternehmens) angetreten.
  2. Ich habe für meine berufliche Entwicklung 5 Zertifizierungen bei scrum.org gemacht – die letzte im Januar.
  3. Ich kenne mich inzwischen so gut mit Liberating Structures aus, dass ich sie immer wieder gerne mitmache und auch selbst verwende.
  4. Ich habe eine professionelles Netzwerk aufgebaut.
  5. Ich blogge einmal die Woche.
  6. Ich bin musikalisch aktiv, habe mich dabei an neue Sachen gewagt und sogar einige Aufnahmen gemacht.

Mir war gleichzeitig auch klar, was mir nach wie vor zu schaffen macht. Es tat gut, das ebenfalls deutlich benennen zu können:

  • Einsamkeit
  • immer nah an der Kante genäht sein, was die Energie angeht
  • die Frage nach dem Warum stellen

Ich muss mich verändern und ich muss Veränderung erleben. Das ist mir klar.

Interessant ist, was mir einen Tag später auffällt: Ich dachte, ich träte auf der Stelle. Dabei habe ich mich in einiger Hinsicht sogar sehr weiterentwickelt.

Heute hatte ich ein einschneidendes Erlebnis. Ich habe seit langer Zeit wieder eine positive Erfahrung gemacht.

Mir ist im nachhinein wieder in den Sinn gekommen, was ich zu Beginn meiner Auszeit als meine drei Motive notiert hatte: „einen Unterschied machen“, „etwas in den Herzen der Menschen bewegen“ und „gut genug für etwas sein“.

Mir ist jetzt erst aufgefallen, warum ich mich so lange so schlecht gefühlt habe: Weil in allen drei Gesichtspunkten das Gegenteil der Fall war. Was ich tat, machte keinen Unterschied; ich konnte nichts mehr in den Herzen der Menschen um mich herum bewegen und ich schien auch nichts mehr gut genug zu sein.

Heute habe ich zum ersten Mal seit über drei Jahren erlebt, wie es sich anfühlt, wenn alle drei Dinge erfüllt sind. Wie Superkräfte! Das ist der Groove. Es muss kein Traum bleiben! Ich kann wieder dort hin!

Platz für Verletztheit

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Fünf Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich hoffnungsvoll über die bessere Jahreshälfte gebloggt sowie darüber, endlich wieder unterwegs zu sein, meine besten Freunde wiederzusehen, Jahrestage und Phantomschmerzen, was ich bin und was nicht, wie die Energie langsam zurückkommt, die Fragen, wo ich hingehe und ab wann es schiefging in meinem Leben sowie über Jahre, die zu mir sprechen.

Nachdem ich letztes Mal der Vergangenheit gelauscht habe, geht der Blick heute wieder in die Gegenwart und die nahe Zukunft. Ich trage dieses Thema schon lange mit mir herum und will es mir endlich von der Seele schreiben.

Ich bin gleichermaßen durch die 1980er und 1990er Jahre sozialisiert worden, was Musik angeht. Die 1980er waren meine Kindheit, die 1990er meine Jahre als Teenager und junger Erwachsener.

Aus den 1980ern stammen viele Lieder, die auf Hochglanz arrangiert und produziert sind und sehr gefühlvoll sind. Mit ihnen verbinde ich Zartheit, Romantik, Melancholie, aber auch Leidenschaft und Hingabe.

Aus den 1990ern hingegen kenne ich viele Stücke, bei denen alte Zöpfe abgeschnitten wurden, alles bewusst spärlicher angegangen wurde und das Ergebnis of rauher klingt. Mit der Musik aus diesen Jahren verbinde ich Authentizität, Energie, Veränderung, Mut und einen Blick ohne Filter.

So kommt es, dass ich zwei sehr unterschiedliche Jahrzehnte schätze, die oft gegenteilige Aspekte und Facetten hervorheben. Aber gerade dieser scheinbare Widerspruch gefällt mir besonders gut.

Durch Zufall stieß ich auf ein Video, in dem quasi die westliche Popkultur der 1980er in einem Zusammenschnitt hervorragend eingefangen wird. Es fehlen natürlich einige europäische Aspekte (Robin of Sherwood!), aber insgesamt kommt das Gefühl des Jahrzehnts sehr gut rüber:

Boy Meets Girl: Waiting For A Star To Fall

Ich kannte das Lied, hatte es aber jahrelang nicht gehört und wusste auch nichts über die Gruppe dahinter. Und wie es so ist, wenn mich etwas interessiert, lese ich den Hintergrund und suche nach Coverversionen:

Yohanna: Waiting For A Star To Fall

Claire Richards: Waiting For A Star To Fall

Diana Vickers: Waiting For A Star To Fall

Die von Claire Richards finde ich so unglaublich kraftvoll und mit absoluter Hingabe – ganz meine Sache! Auch die Metalband At The Movies hat eine Coverversion aufgenommen, die ich jedoch nicht ganz so herausragend finde – aber immerhin bin ich so auf ihre Interpretation der Lied „We Don’t Need Another Hero“ sowie „The One And Only“ gestoßen.

Bei den beiden ruhigen Versionen von Yohanna und Diana Vickers geschah etwas Merkwürdiges: Ich wurde plötzlich traurig und dann bitter. So wie mein Selbstbild manchmal plötzlich wie ein Kippbild war, so kippte hier meine Stimmung.

Ähnlich erging es mir mit anderen Liedern. Ich entdeckte etwa eine Coverversion von Rick Astleys „Together Forever“ – eine leichte, beschwingte Jazzversion. Und so, wie ich das Stück anfangs genoss, die positive Stimmung, die Leichtigkeit, so wurde ich auf einmal schwermütig und genervt.

Together Forever (Jazz)

Ein drittes Beispiel: Ich hatte gelesen, dass das Lied Belfast Child die Melodie von „She Moved Through The Fair“ verwendet. Es gibt etwa eine Version von Sinead O’Connor, die sehr eindringlich ist. Eine bestimmte Version von Loreena McKennitt finde ich am schönsten.

Loreena McKennitt: She Moved Through The Fair

Hayley Westenra: She Moved Through The Fair (Pipes Version)

Aber ganz seltsamerweise macht mich die Version von Hayley Westenra ruhe- und hoffnungslos, fast zynisch. Was steckt dahinter?

Es hat lange gedauert, das zu verstehen. Im Kern läuft es immer auf dasselbe hinaus:
Die Vorstellung,
– Liebe könnte auch in Teenagerjahren erfüllt und glücklich sein
– es gäbe eine Liebe, bei der man Verletzbarkeit zeigen könne
– man könnte heiraten und sogar dann noch geliebt werden
und dass das alles so normal ist, dass man es in Folklore und Popkultur gießt,
das alles tut mir unglaublich weh, weil ich entweder viele Jahre oder mehrmals das genaue Gegenteil erlebt habe.

In dem Moment, in dem ich das so niedergeschrieben habe, ist es plötzlich nicht mehr merkwürdig oder verrückt, sondern absolut normal und verständlich. Ich selbst werde völlig ruhig.

Das ist ein starker Hinweis darauf, dass ich mich einer alten Angst gestellt und etwas gefunden habe, das ganz wichtig ist. Es erfordert echte moderne Männlichkeit, einige falschen Lehren zu erkennen. Bislang war ich „Wenn Du Dich schlecht fühlst, bist Du selbst daran Schuld und beweist das einen persönlichen Defekt.“ oder „Du darfst das gar nicht fühlen!“ gewohnt. Das ist beides völliger Blödsinn und emotional absolut unreif.

Der erste Schritt zur Überwindung der Bitterkeit besteht darin, den Schmerz zuzulassen. Der zweite Schritt zur Überwindung der Bitterkeit besteht darin, Verletzungen anzuerkennen.

Wunden muss man auswaschen, damit sie gut heilen können. In diesem Sinne:

  • Ich bin tief verletzt worden und das war nicht in Ordnung. Ich habe alles Recht der Welt, das zum Ausdruck zu bringen.
  • Es gibt keine Lehre und keine Umstände, die es entschuldigen, einen Menschen so zu verletzen.
  • Ich möchte nicht, dass Lieder, die mir gefallen und mich tief berühren, auf Dauer Bitterkeit in mir auslösen.

Ab wann ging es schief in meinem Leben?

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Fünf Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich hoffnungsvoll über die bessere Jahreshälfte gebloggt sowie darüber, endlich wieder unterwegs zu sein, meine besten Freunde wiederzusehen, Jahrestage und Phantomschmerzen, was ich bin und was nicht, wie die Energie langsam zurückkommt sowie die Frage, wo ich hingehe.

Dieselbe Person, die mich seinerzeit auf das Lied The Dawn Will Come aufmerksam gemacht hat, hat mich zu einer Frage angeregt. Die Idee, darüber zu schreiben, schleppe ich seit Wochen, wenn nicht Monaten mit mir herum – warum also nicht?

Ab wann ging es eigentlich schief in meinem Leben?

Ich hätte mich das früher gar nicht getraut, öffentlich zu fragen, weil ich Angst hatte, als „zu sehr in der Vergangenheit verhaftet“ oder „grübelnd“ zu wirken. Ich glaube jedoch inzwischen, dass es sehr nützlich für mich ist, diese Frage zu stellen und zu beantworten. Mir ist die Antwort auch recht schnell klar geworden, ohne dass ich wehmütig zurückblicke.

Seit der 2. Jahreshälfte 2000 ist mein Leben aus dem Ruder gelaufen.

Egal, was ich danach noch für Hochphasen hatte: Im wesentlichen hatte ich den Eindruck, den allgemeinen Erwartungen hinterherzulaufen, nicht das zu schaffen, was ich zu leisten hätte, „nicht gut genug zu sein“. Ich war viele Jahre außer Atem und verzweifelt, weil ich scheinbar meinen Platz im Leben nicht fand.

Mir ist erst in diesem Jahr so richtig klar geworden: Wer mir jetzt noch nichts zutraut, wer tatsächlich glaubt, ich müsste noch etwas beweisen oder erst etwas leisten, bevor ich ok wäre, dem ist nicht zu helfen. Ich habe viel zuviel Zeit damit verplempert, Angst vor negativen Beurteilungen zu haben (die auch tatsächlich kamen und mich vor anderen entwertet haben!) und mich für irgendwelche unrealistischen Maßstäbe anderer Leute abgestrampelt.

Ich sehe mit dem Abstand von heute viel klarer, was für ein absoluter Dreck es ist, dass jungen Absolventen von der Uni durch die Bank nichts zugetraut wird und man sie gerne mit schlechtbezahlten befristeten Stellen zappeln läßt. Ich gehörte zu den ersten Vertretern der Generation Praktikum. Solange das passiert, brauchen wir über einen „Fachkräftemangel“ nicht zu reden!

Ich erinnere mich aber auch daran, wie mich schon zu Teenagerzeiten einige Leute für voll genommen und mir einen Vertrauensvorschuss gegeben haben. Diese Erfahrung habe ich nie vergessen und bin noch heute sehr dankbar dafür! Das möchte ich am liebsten zurückgeben und wo ich es kann, tue ich es auch. Ich glaube nicht, dass es Jugendlichen und jungen Erwachsenen gut tut, systematisch mit Misstrauen begegnet zu werden.

Das ist die eine wichtige Lehre aus der Zeit: Es selbst besser machen. Die andere lautet: Es kann mir völlig egal sein, was andere denken.

Bevor mein Leben zwei Jahrzehnte lang fast durchgehend so fremdbestimmt wurde, durchlebte ich Anfang 2000 eine Phase, die zu den besten Zeiten meines Lebens gehörte. Ich erinnere mich an eine Begebenheit in einer Kneipe in Catania, als eine Diskussion über das neue Lied von Madonna – eine Coverversion – aufkam. Damals fand ich das Lied gar nicht so beachtlich, aber durch dieses Erlebnis hat es sich in mein Gedächtnis eingebrannt.

Madonna: American Pie

Es gab eine Zeit, da habe ich mich über mich selbst erschreckt, wenn ich mich auf alten Fotos aus dieser Zeit gesehen habe und mich daran erinnerte, wie frei und zuversichtlich ich damals gewesen bin – und was aus mir geworden ist: Ein veränstigter, tief verunsicherter Mensch, der sich mehr als einmal freiwillig in geistige Knechtschaft begeben hat.

Aber das ist nicht das Ende meiner Lebensgeschichte – sondern ein Wendepunkt! So schrecklich die Ketten sind, so herrlich ist das Gefühl gesprengter geistiger Ketten.

Ich glaube, dass es mir gut tun wird, Frieden mit meiner Vergangenheit und mit mir selbst zu schließen. Ich verstehe inzwischen auch, warum ich soviel Krempel angesammelt habe: Ich hatte immer Angst, das Vergangene nicht hinreichend zu ehren und dadurch „nicht würdig“ für ein glückliches Leben zu sein. Diesen psychischen Widerstand zu verstehen ist ein wichtiger Schritt, um die Operation Augias voranzutreiben und letztendlich wieder glücklich zu werden.

Letztes Wochenende war ich wieder in Köln. Diesmal bin ich 18 Bücher über einen Öffentlichen Bücherschrank losgeworden (siehe Bookcrossing). Mit Büchern hatte ich seinerzeit die Operation Augias begonnen. Zeit, in kleinen Schritten weiterzugehen!

Wo gehe ich hin?

„What’s the buzz, tell me what’s a-happening?“ – Jesus Christ Superstar

„Where do I go? / Follow the river“ – Hair

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Fünf Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich hoffnungsvoll über die bessere Jahreshälfte gebloggt sowie darüber, endlich wieder unterwegs zu sein, meine besten Freunde wiederzusehen, Jahrestage und Phantomschmerzen, was ich bin und was nicht sowie wie die Energie langsam zurückkommt.

In diesen Wochen und Monaten sind mir öfters zwei Musicals in den Sinn gekommen, die ich vor vielen Jahren unter anderem in der Schule gesehen habe. Es hat mich in eine merkwürdige, aber nicht unangenehme Unruhe versetzt, wie da anscheinend einige Lektionen aus der Vergangenheit etwas in mir zum Schwingen brachten.

Zum einen die Szene aus Jesus Christ Superstar, in der die Jünger eindringlich und immer wieder von Jesus eine Antwort darauf haben wollen, was gerade passiert und was der ganze Trubel soll. Sie sind zwar voller Hingabe und Energie – aber sie haben vor all der Aufregung den Fokus auf das Hier und Jetzt vergessen. Damit geht aber auch ihr eigentliches großes Ziel verloren und ihr ganzer Einsatz ist vergeudet. Sie brauchen auch nicht „beweisen“, dass sie wirklich interessiert sind – das merkt man schon schnell genug. Es fehlt ihnen hingegen an Geduld und Ruhe, und einem offenen Blick um das, was um sie herum noch geschieht. In diesen Jüngern erkenne ich mich wieder. So war ich sehr oft in den letzten Jahren. Scheinbar voller Tatentrang, aber gleichzeitig völlig unbewusst dessen, was wirklich zählt. Hellwach und tief schlafend zugleich.

What’s The Buzz – Jesus Christ Superstar

Zum anderen das Lied „Where do I go?“ aus dem Musical Hair. Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Alle großen Religionen haben sich mit diesen drei fundamentalen Fragen der Menschheit beschäftigt.

Wer ich bin, habe ich besser gelernt, seit ich mich auf die Suche nach dem Groove gemacht habe. Das hat auch mein Bewusstsein dafür geschärft, wo ich herkomme. Auf die dritte Frage habe ich hingegen noch keine Antwort – und ich habe das Gefühl, dass es gar nicht auf die Antwort ankommt, sondern vielmehr, überhaupt die Frage zu stellen. Die Frage offen zu lassen lädt einen zum Staunen und dazu, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und sich genauer umzuschauen, als schnurstracks von A nach B zu eilen.

Die Fernsehverfilmung von Hair hat dazu ein beeindruckende Szene – man sieht so viele verschiedene Leute auf der Straße, alle mit ihrem eigenen Leben und ihren eigenen Sorgen. Und der Mann, der hier singt, ist fast universal und könnte jeder Mensch sein. Es geht also nicht darum, dass hier ein Wehrpflichtiger am Ende ins Musterungsbüro geht, sondern um die Energie, die das Fragen alleine bereits beinhaltet. In diesem „Fragen ohne verzweifeln“ finde ich mich derzeit sehr stark wieder. Es putscht mich geradezu auf, die Frage nach dem größeren Sinn zu stellen.

Where do I go? – Hair (1979)

Das Thema im Intro, das durch verschiedene Instrumentengruppen wiederholt wird und aufpeitschend wirkt, die Streicher… es ist alles voller Energie und trägt zur Gesamtwirkung bei. Nicht alle Versionen sind so energievoll und treibend wie die Filmversion. Die oft sehr langsamen und ruhigen Arrangements erzeugen bei mir nicht den gleichen Effekt.

Es gibt allerdings noch eine Version, die ein wenig zurückgenommener ist, aber gleichzeitig ihre Wirkung erzielt. Dabei kommt die Stimme noch ein wenig besser zur Geltung, weil sie ein wenig mehr heraussteht. Ich habe sie erst vor wenigen Tagen entdeckt und bin sehr angetan von ihr!

Where do I go? – Hair (Original Broadway / Off-Broadway Cast Recordings)

Du kannst es spüren

„Du kannst es spüren /
Du kannst es fühlen“
– Kyau & Albert: Spüren

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Fünf Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich hoffnungsvoll über die bessere Jahreshälfte gebloggt sowie darüber, endlich wieder unterwegs zu sein, meine besten Freunde wiederzusehen, Jahrestage und Phantomschmerzen sowie was ich bin und was nicht.

Die letzten Tage waren nicht immer einfach. Es gab Phasen, da war ich sehr traurig oder einfach nur erschöpft. Das allein klingt erst einmal altbekannt.

Es gab aber auch eine neuere Entwicklung: Ich schien jeden Tag ein wenig Energie übrig zu behalten. Ich halte das für ein deutliches Zeichen, dass die Talsohle längst durchschritten ist, denn das war ein Kennzeichen in der späten Phase der letzten Krise.

Außerdem gab es mehrere aufeinanderfolgende Tage, in denen sich einzelne Puzzlestücke endlich zusammenzufügen schienen. Mein Wunsch, dass mein Leben einen Zweck haben soll, ist kein leerer Traum. Auch mein Verlangen nach Lebensumständen, die mich nicht völlig auslaugen, ist keine unrealistische Phantasie. Es kann durchaus sein, dass ich mich sehr verändern muss dafür – und das ist völlig in Ordnung.

Beim Hören von Above & Beyond – Group Therapy 445 (ABGT) stieß ich auf ein Lied, das irgendwie zu meiner Situation zu passen schien. Es klingt hoffnungsvoll, träumend, staunend… es drückt sogar ein wenig die Idee vom Groove aus und dass sich manche Dinge nicht rational erfassen lassen.

Kyau & Albert: Spüren

Heute abend habe ich einen weiteren wichtigen Schritt in der Operation Augias unternommen:
Ich habe meinen ersten Laptop, einen zwölf Jahre alten Toshiba Satellite Pro P300 – 1F1 (17 Zoll), entsorgt.

Er hat mich auf manchen Hochs und Tiefs meines Lebens begleitet. Im Sommer 2009 in Liberec während eines Unwetters hätte es ihn fast erwischt – glücklicherweise stand er weit genug vom Fenster weg, um nicht eine volle Dusche während eines heftigen Unwetters abzubekommen. Im Sommer 2011 haben ihn zwei Jungs auf einem selbstgebauten Floß über den Dnjepr in Kiew gerudert.

Die Aufkleber von Jonny M und The Heroine Whores stammen noch aus seinen ersten Jahren. Oft haben mich die Leute ein wenig belächelt dafür, so einen „Fernseher“ unterwegs dabei zu haben. Allerdings fand ich den großen Bildschirm immer sehr angenehm und durch das Metallgehäuse war er auch robust.

Im Dezember 2015 macht er das erste Mal Mucken, gab dann mehr und mehr den Geist auf, so dass ich ihn vor dem Sommer 2016 ersetzt habe. Zwischendurch benutzte ich ihn noch zum Drucken, aber später ging auch das nicht mehr, da er sich beim Einschließen eines USB-Gerätes aufhing. Heute habe ich einige letzte Fotos via Bluetooth herunterkopiert (einige schmerzvolle Erinnerungen über eine bessere Zeit in meinem Leben kamen dabei hoch), dann wurde die Platte einmal komplett übergebügelt und das alte Windows XP noch einmal frisch installiert. Mach’s gut, alter Laptop!

Von himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Drei Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich darüber gebloggt, meine Sehnsucht zu bewahren, Wegweiser fürs neue Jahr, den Kurs zu halten, Erkenntnisse, die den Blick verändern, einen Lernerfolg, dass ich die ganze Zeit ok war, Probleme, die tatsächlich Lösungen sind sowie emotionale Intelligenz, Hochsensibilität und den inneren Dialog.

Heute abend bin ich so friedlich wie schon lange nicht mehr. Als ich vor über einem halben Jar endlich Veränderung angestoßen habe, hätte ich nicht gedacht, wie lange es dauern würde. Es sollte ein langer Marsch werden. Aber immerhin, ich bin (wieder) auf dem Weg!

Was mir sehr hilft, auch wenn es immer noch bewusste Anstrengung erfordert und sich ein wenig egoistisch anfühlt, ist die Konzentration auf mich selbst. Ein Aspekt der extrovertierten hochsensiblen Personen (HSP), der mich besonders angesprochen hat, war die starke Reaktion auf Kunst, Musik und Natur.

Ich kann Musikstücke fast wie einen Stimmungsregler verwenden. Wenn ich möchte, kann ich innerhalb von zwei Liedern von fröhlich und voller Energie zu abgrundtief traurig und niedergeschlagen wechseln – und umgekehrt! Dazu zwei Beispiele:

La Pegatina: La Negra

Veronika Fischer: In jener Nacht

Seit ich verstanden habe, dass ich ein sehr gefühlvoller Mensch bin, verstehe ich endlich, warum mich so viele internationale Musik anspricht: Sie drückt oft Aspekte aus, die ich aus Deutschland nicht gewohnt bin. Erst mit allen Facetten zusammen passt es endlich:

Natürlich liebe ich es, wenn Musik so voller Energie von Lebensfreude ist! Das klingt so, wie ich mich oft fühle, und dann erinnere ich mich an frühere Gelegenheiten, in denen ich gefeiert, gelacht und getanzt habe.

Doch auch das traurige Lied berührt mich sehr: Der Franz Bartzsch hat eine Verletzbarkeit in seiner Stimme, es klingt, als drücke er seine Gefühle ganz unverfälscht aus. Wenn ich so ein Lied über Melancholie und verlorene Liebe höre, dann erinnere ich mich an all die Male, als ich unglücklich verliebt war oder eine Beziehung zuende ging – und auch die Erfahrung, dass meine Gefühle – Traurigkeit, Verletztheit – als „nicht ok“ abgestempelt wurden. Das ist eine falsche Bewertung, wie ich zum Glück endlich erkannt habe.

Das erklärt, warum ich Musik nicht gerne nebenbei als Hintergrundgeplätscher höre: Weil ich sehr stark auf sie anspreche und weil ich leicht einen Bezug zu ihr herstellen kann.

Ich habe das lange Zeit als Schwäche angesehen: Ich sei eben wankelmütig und beeinflussbar. Dabei ist das genauso eine Stärke: Ich kann mich auf etwas einlassen. Mir sind die Dinge nicht egal.

Der Trick liegt also darin, melancholische Lieder nur in geringen Dosen zu hören und ansonsten Stücke zu suchen, die Freude, Staunen oder Gelassenheit ausdrücken.

Die Sehnsucht bewahren

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Drei Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Meine Idee, für Silvester einen Discord-Server einzurichten, hat sich als große Klasse erwiesen. Ich habe Dutzende Freunde wiedergesehen und mit einigen von ihnen sogar aus der Entfernung getanzt! Ein – unter den gegebenen Umständen – großartiger Abschluss des Jahres!

Ein neues Jahr bringt immer Hoffnung auf Veränderung, aber auch das Risiko, schnell enttäuscht zu werden. Deswegen möchte ich mich diesmal von Anfang an auf das konzentrieren, das mir persönlich wichtig ist. Pflichten wird es genug geben!

So wie im letzten Eintrag möchte ich das mit einem Foto und einem Lied zum Ausdruck bringen. Das Foto ist vom Januar letzten Jahres und zeigt die Sprachbücher, die ich gekauft hatte, um meiner Länderliste wenigstens ein neues Land hinzuzufügen:

Kauderwelsch Wort für Wort 2020-01-17 215925

4 Strings – Take Me Away (Into The Night)

Dieses Lied kenne ich durch eine CD, die einer meiner besten Freunde Ende 2002 für mich zusammengestellt hat.

Darauf befanden sich einige Stücke von Chicane, dessen Musik sowohl während meiner Auszeit als auch als Erinnerung an meine Träume eine Rolle spielt. Dieses Trance-Stück geht in eine ganz ähnliche Richtung. Ich verbinde damit sogar sehr viele Dinge:

  • die Erinnerung an eine Freundschaft, die sich gerade in schlechten Zeiten bewährt
  • der Wunsch, aus dem Alltag auszubrechen
  • das Verlangen nach Kreativität, insbesondere selbst Musik zu machen
  • die Sehnsucht nach dem Reisen

An das Lied wurde ich durch eine neuere Version erinnert, auf die ich wie ein anderes Stück durch denselben Freund Ende Februar / Anfang März letzten Jahres aufmerksam gemacht wurde. Kurioserweise habe ich erst vor einigen Monaten erfahren, dass das Stück aus den Niederlanden stammt:

The story behind „4 Strings – Take Me Away (Into The Night)“ with Carlo Resoort | Muzikxpress 061

Es gibt also sogar eine Verbindung zu meiner Wahlheimat!

Die Stimmung und der Titel drücken es für mich so klar aus: Ich möchte noch einmal verreisen, all die Pflichten hinter mir lassen, mich selbst in einem anderen Kontext erleben, zeigen, was ich außer Routine noch kann. Ich habe mir das verdient. Ich bin es mir wert.

Auf der Schwelle zum neuen Jahr

Übermorgen sind es genau neun Monate, seitdem ich mich auf die Suche nach dem verlorenen Groove gemacht habe. Zwei Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus Q2/2020 und alle Blogeinträge aus Q3/2020 zusammen.

Was habe ich im dritten Quartal meiner Suche erlebt?

Am wichtigsten waren sicherlich die Minuten, in denen der Groove zurückkam sowie meine wiedergefundene Kreativität. Das waren ohne Zweifel Höhepunkte des Jahres.

Dabei war auch das letzte Quartal alles andere als einfach: Die Lieder, die mich durch die Nacht bringen sowie ein erstaunlich tiefgründiges Lied von Sasha hatte ich bitter nötig.

Ich habe kurz geklärt, was dieses Blog hier wird (und was nicht), und mich dann mit den Dingen beschäftigt, die mich früher und bislang zurückgehalten haben, etwa Schuld und Schuldgefühle.

Das neue Lebensjahr nahm ich zum Anlass, zu überlegen, wie ein Neuanfang aussehen kann.

Durch meine Beschäftigung mit Glauben und Zweifel kam ich auf eine persönliche Vision: Nicht weggeworfen zu werden für die eigenen Gefühle. Eine andere Facette der Vision meiner persönlichen Zukunft ist eine wirklich moderne Männlichkeit.

Für den Blick nach vorne war es wichtig, mich an den Sinn des Staunens zu erinnern, um zu erkennen, dass das Gute, das geschieht, nicht allein durch unsere Taten oder das Jetzt bestimmt wird.

Ich habe meine eigene Aufgabe erkannt und dabei drei konkrete Ansatzpunkte für den Alltag formulieren können.

Selbst in der Jahresendmüdigkeit habe ich noch einen positiven Ausblick auf das nächste Jahr formulieren können.

Ich möchte den letzten Eintrag diesen Jahres mit einem Foto und einem Lied abschließen.

Vác 2019-12-27 073215

Das Foto habe ich in Vác aufgenommen, am 27.12. letzten Jahres, frühmorgens, als ich auf einen Anschlusszug gewartet habe zu Beginn meiner letzten großen internationalen Reise von Ungarn über die Slowakei und Tschechien nach Polen. Es ging mir damals unglaublich schlecht, und doch – ich erinnere mich daran, wie mich die alte Reiselust überkam, die so lange hatte pausieren müssen. Im neuen Jahr möchte ich schaffen, was ich schon für dieses geplant hatte, und endlich meine Länderliste um einen neuen Eintrag ergänzen.

Ich bin dieses Jahr zum ersten Mal seit 32 Jahren zu Hause. So sehr es mich schmerzt, die Tradition dieses Jahr nicht wie gewohnt fortführen zu können, so sehr freue ich mich über einige Möglichkeiten des Internets. Ich habe vor einigen Tagen einen Discord-Server erstellt, auf dem ich eine Disco aus der Ferne machen kann. Vielleicht klappt es sogar, den Menschen in verschiedenen Zeitzonen zum neuen Jahr zu gratulieren!

Der Text des Liedes „Nova jaro“ (neues Jahr) von Martin Wiese bekommt diesmal noch eine besondere Bedeutung:

„La jaroj venas kaj malaperas /
Pri kelkaj eble vi ne fieras /
kaj se fiaskis la pasinta /
via venonta certe estos la pinta“

„Die Jahre kommen und gehen /
auf einige bist Du vielleicht nicht stolz /
und wenn das vergangene ein Misserfolg war /
wird Dein nächstes sicherlich das beste“

Der Blick zurück hat mir sehr geholfen, denn er zeigt eines ganz deutlich: Dieses Jahr endet für mich in allen wichtigen Lebensbereichen besser, als es begonnen hat!