Heute vor einem Jahr: Die magische Nacht

Heute vor einem Jahr bekam mein Leben eine entscheidende Wendung. In Horány auf einem Esperantotreffen fand ein Ball statt. Die Leute waren gut angezogen, eine Band spielte irische Tänze und danach legte ich als DJ auf. Es war eine magische Nacht.

Sie hatte zur Folge, dass ich meine Pläne zum Bereisen möglichst vieler Länder Europas nicht mehr so stark weiterverfolgte und stattdessen mindestens einmal im Monat nach Budapest flog (gut, einmal fuhr ich mit dem Zug).

Eine solche Wende konnte ich im vorhinein nicht von meinem Jahr Auszeit erhoffen. Es war aber schon so, dass der geringere Zeitdruck es mir ermöglichte, in Anschluss an das Treffen noch einige Tage in Göd zu bleiben und auch danach Zeit zu haben, dorthin zurückzukehren. (Passenderweise war ich dieses Wochenende wieder in Göd!) Ohne das hätte es also vermutlich nicht geklappt, dass ich heute ein zufriedener Mensch bin.

So etwas läßt sich nicht planen oder gar durch Fleiß erarbeiten. Ich bin umso glücklicher, dass es bis hierhin geklappt hat. Wer weiß, was die Zukunft bringt?

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Ungarn

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Und weiter geht’s mit der Erzählung vom Sommer, diesmal über Ungarn. Nach der Anreise konnte ich sehr bald die Lage genießen: Wir hatten einen eigenen „Strand“ am Ufer der Donau. Das Wetter war das schlechteste, das ich je in Ungarn … Weiterlesen

Die Karawane zieht weiter

Es ist wieder Zeit, über meinen weiteren Sommerurlaub zu berichten. Zuletzt war ich ja von Slowenien aus zurück nach Budapest gefahren und hatte dort eine Nacht übernachtet. Am nächsten Morgen hatte ich die Ruhe und alle Zeit der Welt. Ich schaffte es sogar noch, eine schicke Krawatte einzukaufen, denn das war die Sache, die ich vergessen hatte einzupacken. Jetzt kam es mir entgegen, dass ich nicht einmal eine Woche zuvor bereits in Budapest gewesen war.

Mein nächstes Ziel befand sich auf der Insel Szentendre direkt nördlich von Budapest. Es handelte sich um die Ortschaft Horány (auch Szigetmonostor-Horány). Dort fand ein weiteres Esperantotreffen statt und wie schon in der Slowakei war es mir egal, dass ich in dem Land schon gewesen bin: Ich kannte das Treffen und hatte mich bereits letztes Jahr dort sehr wohl gefühlt. Das war eine recht sichere Wette für eine gute Woche.

Praktischerweise wurde sogar eine Karawane (also gemeinsame Anreise) angeboten, um die letzten Etappen ohne Probleme hinter sich zu bringen. Treffpunkt war die Metrohaltestelle Újpest-Városkapu (vorletzte Station der blauen Linie im Norden). Dort angekommen, traf ich sofort auf Mitreisende, darunter eine Freundin, die mir von der Durchreise aus Wien eine leckere Schokolade mitgebracht hatte. So macht das Leben Spaß!

AT-Schoko

Nach und nach trudelten noch eine ganze Reihe anderer Leute ein, so dass wir am Ende eine richtig schön internationale Gruppe waren. Dank Einheimischer gab’s auch keinerlei Probleme, die Fahrkarten zu besorgen.

Mit dem Bus ging es nach Dunakeszi (etwa eine halbe Stunde Fahrt) und von dort aus mit der Fähre rüber. Dann noch ein kleiner Fußmarsch und wir waren da. Ich hatte schlicht und einfach gute Laune. An Ungarn war ich sowieso schon gewöhnt, hatte zudem keine lange Reise hinter mir und befand mich unter sympathischen Leuten. Was will man mehr? Das ist Thema für ein anderes Mal…