Wenn Münster am schönsten ist

Der Monat Mai neigt sich dem Ende entgegen und ich habe noch einige Geschichten aus dem April zu erzählen. Das letzte Mal zuvor war es mir recht egal gewesen, wann ich wieder in Münster war. Zwei Wochen später spielte es jedoch eine Rolle: In der Schulstraße blühten endlich die Bäume (schöner noch als in Hoofddorp) und es war die eine Gelegenheit für mich, Fotos zu machen! Ein Jahr zuvor, bei meinem Rundgang im Kreuzviertel, hatte ich den aus meiner Sicht besten Moment verpasst. Die Fotos aus diesem Jahr sind ungefähr genauso gut – besser konnte ich es diesmal auch nicht erwischen.

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Die Entfremdungserscheinungen setzten sich fort: Erst als ich eine niederländische Familie auf der Straße hörte, hatte ich wieder das Gefühl, jetzt sei wieder alles normal. Ich bin auch erneut nicht ausgegangen, obwohl ich das früher gerne gemacht habe. Allerdings war ich am Freitag abend müde und fuhr am Sonntag bereits zurück nach Amsterdam. Da blieb nicht viel Zeit, zumal ich am Samstag noch zu tun hatte.

Zum einen ließ ich mir nach drei Monaten endlich wieder einen Haarschnitt verpassen. So sehr ich auch versuche, Niederländisch zu lernen – bei bestimmten Sachen fällt es mir einfach noch zu schwer, meine Anforderungen zu formulieren.

Zum anderen nutzte ich die Gelegenheit, ein paar neue Klamotten einzukaufen. Das hatte ich schon lange nicht mehr gemacht und diesmal schlug ich richtig zu. Demnächst wird es wieder Zeit, ein wenig Kleidung auszusortieren – die Operation Augias kann in die nächste Runde gehen. Der wichtigste Neukauf war ein orangefarbenes T-Shirt. Wofür ich das gebraucht habe, erzähle ich im nächsten Eintrag.

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Operation Augias – die Klamotten

Eine kritische Phase von Operation Augias ist (fast) abgeschlossen. Die Bücher machten schon viel aus, aber noch entscheidender war für mich die Inventur im Kleiderschrank.

Ich habe das zuletzt noch vor vier Jahren gemacht, aber inzwischen habe ich soviel neu gekauft und meine Figur hat sich so verbessert, dass es nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig war. Folgende Sachen habe ich in die Altkleidersammlung gegeben (der Container steht praktischerweise nur eine Straße weiter):

3 Hemden mit langen Ärmeln
1 Hemd mit kurzen Ärmeln
1 kurze Hose
3 T-Shirts (davon sogar 2 Esperanto-T-Shirts)
1 Sportanzug
1 Pullover
1 Paar edle Schuhe (noch sehr gut, aber kniffen und drückten)
1 Paar sportliche Halbschuhe (noch sehr gut, aber taten an der Ferse weh)
1 Paar Badeschlappen (drückten zwischen den Zehen)

2 Krawatten habe ich weitergereicht. 1 Paar Schuhe, das ich bis zuletzt getragen hatte und bei dem die Sohle kaputt war, wanderte direkt in den Müll. Übrig geblieben sind noch ein paar Gürtel (von denen ich mindestens einige ebenfalls weitergeben werde) und eine Hose, die bereits geflickt ist.

Traurig war ich nur wegen meines geliebten Wintermantels (Rover & Lakes, Größe 48), den ich noch über Ostern getragen hatte und für den ich bis zuletzt Komplimente bekommen hatte. Leider hatte er inzwischen ein Loch bekommen, das sich auch nach Ansicht eines professionellen Schneiders, den ich als Ratgeber hinzugezogen hatte, nicht mehr reparieren ließ.

Wintermantel

Mein alter Wintermantel, Rover & Lakes, Größe 48

Ich hatte eigentlich fest vor, noch einen kompletten Anzug auszusortieren, den ich mir 1999 gekauft hatte und der mir inzwischen zu eng geworden war. Zu meiner großen Überraschung passte er mir wieder! Ist das ein herrliches Gefühl, wenn Sachen aus den 1990ern gut sitzen!