Münster, Enschede, Bremen, Köln

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Ich war erst einige Tage aus Ungarn wieder da, da bekam ich auch schon Besuch. Nun war ich ja bereits durch die beiden vorherigen Besucher geübt darin, meine Heimatstadt Münster zu zeigen (inklusive Kreuzviertel natürlich!), aber diesmal ging es auch noch woanders hin. Nach einem Tag Münster fuhren wir mit dem Zug nach Enschede. Schließlich gibt es eine direkte Bahnverbindung und wenn man schon einmal die Gelegenheit hat, so einfach in die Niederlande zu kommen, soll man sie auch nutzen. Für mich war es ein weiteres Land, das ich in diesem Jahr besucht habe.
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Ganz unverhofft kam ich dort noch dazu, mit zwei jungen Leuten ein wenig Musik auf der Straße zu machen. Zwei Studenten spielten Gitarre und sangen (es gehörte wohl zu einer Orientierungswoche der dortigen Uni). Ich hatte eine Ukulele dabei, eine junge Dame sprach mich an und schlug vor, dass ich mich dazugesellen sollte. Gesagt, getan! Wir spielten „Budapest“ von George Ezra, was sehr gut ankam.
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Abends trat ich mit meinem Besuch im Flic Flac auf. Der Ukulelekurs trug Früchte! Im Flic Flac war ich nebenbei bemerkt schon seit drei Monaten nicht mehr gewesen – dem letzten Abend vor der Sommerpause, als ich zwischen Stockholm und Barcelona einen Tag Pause hatte.

Einen Tag ging es dann nach Bremen, wo uns eine Bekannte erwartete. Wir bummelten ein wenig in der Stadt, besuchten Läden für Schokolade und Tees, aßen zu Mittag und spielten nachher zusammen Ukulele!

An einem anderen Tag machten wir einen Ausflug nach Köln. Hier schauten wir uns aufgrund des schlechten Wetters vor allem den Dom an, saßen beisammen im Café und genossen danach die Aussicht vom Köln Triangle aus.

Schließlich ging es noch an einem weiteren Tag nach Nordwalde. Dort schauten wir bei meinen Eltern vorbei und sahen uns den Bispinghof an.

Insgesamt haben wir die eine Woche gut genutzt. Man kann also auch aus einem „Urlaub zu Hause“ eine Menge herausholen!

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Ein runder Geburtstag

Nein, es geht nicht um meinen eigenen Geburtstag, sondern um eine weitere Erzählung aus dem Sommer. Einer meiner besten Freunde (der, mit dem ich in meinen Geburtstag hineingefeiert habe) feierte im August seinen Geburtstag nach. Um etwas vorzubereiten, traf ich mich mit einem anderen meiner besten Freunde (mit dem, der jetzt das Computerspiel macht) in Hannover. Das war auch der Grund, warum ich aus Ungarn zurückkehren musste. So ergab sich überhaupt die Gelegenheit, dass ich einen Tag lang auf ein Fantasy-Festival als Besucher kam.

Zusammen fuhren wir nach getaner Arbeit und einem Freitag in fremden Welten am Samstag nach Köln, wo die Party steigen würde. Es gab ein Wiedersehen mit vielen Leuten, die ich über Esperanto kennengelernt habe und die mich zum Teil ab meinen Jahren als Jugendlicher begleitet haben.

Das Essen war gut, es gab ein paar tolle Gespräche und auch der Sketch, den wir zu zweit vorbereitet hatten, kam gut an. Aber der wirkliche Höhepunkt des Abends war für mich die Disco. In meiner Jugend war die eine Woche Esperantotreffen um Silvester herum das Ereignis schlechthin und die Disco der wichtigste Programmpunkt. Hier habe ich Nächte durchgetanzt, war der erste, der kam, und der letzte, der ging (meistens zum Frühstück). Es war eine ganz andere Stimmung als in normalen Discos; die Leute kannten sich einfach oder lernten sich dauerhaft kennen. Ohne diese Nächte hätte ich auch nie selbst als DJ angefangen. Passenderweise war jetzt in Köln mein ehemaliger Meister, DJ Nucki, anwesend, der seinerzeit auch der beste Esperanto-DJ war. In doppelter Hinsicht fühlte ich mich in alte Zeiten zurückversetzt – stärker noch als auf der 1990er-Jahre-Party oder in der Slowakei:

Ein weiteres Mal bestätigte sich, dass Esperantosprecher die härtesten Feierer sind, denn genau diese Gruppe rockte die Tanzfläche und tanzte bis in die frühen Morgenstunden. Dabei fiel mir einerseits auf, wie gut einige Leute tanzen konnten. Mein eigener Tanzstil, so gerne ich dafür Komplimente einheimse, ist im Vergleich dazu fast unspektakulär.

Andererseits stellte ich mit großer Freude fest, wie viele tolle Lieder es aus alten Zeiten gibt, die ich größtenteils zwar in meiner Sammlung habe, aber nicht mehr selbst auflege, weil ich meine, dass sie nicht mehr ankommen. Mit dem richtigen Publikum geht das! Insofern erwies es sich als richtig, dass ich selbst nicht als DJ tätig wurde, sondern nur ein paar Ideen einwarf. Es war schon toll, was die alten Bekannten alles an alten bekannten Liedern ausgruben.

Ein Stück neueren Datums fiel mir positiv auf. Es hatte die typische Disco-Gitarre der 1970er, aber klang ganz modern. Wie sich später bei meiner Recherche heraustellte, war das ein Riesenerfolg, der einfach nur komplett an mir vorbeigegangen war.

Daft Punk: Get Lucky

Ähnlich war es mir im März gegangen. Ich fuhr im Auto mit, da lief im Radio ein richtig schönes Stück. Etwas fetzig-funkig, nicht zu künstlich, und guter Gesang. Es handelte sich um „Happy“ von Pharrell Williams (der ja auch bei „Get Lucky“ von Daft Punkt singt – welch ein Zufall!)…

Am nächsten Tag verbrachte ich noch einige Stunden im Café, das zu dem Veranstaltungsort gehörte. Meine Bekannten von weiter weg hatten erst gegen Abend ihren Zug und ich hatte Zeit. So konnten wir noch beisammen sitzen und miteinander quatschen. Ein wenig Ukulele habe ich außerdem noch gespielt. Ein tolles Wochenende!