Ein Wochenende ganz in Münster

Am zweiten Juliwochenende war ich die ganze Zeit in Münster, unter anderem war meine Rollenspielrunde zu Besuch. Das klingt ganz trivial, aber ich habe mal nachgerechnet, wann ich zuletzt für mehr als eine Übernachtung in meiner Wohnung war: Am 24.-26. April, also vor zweieinhalb Monaten – Wahnsinn! Dass ich beim Schreiben über das damalige Wochenende sich fortsetzende Entfremdungserscheinungen angesprochen habe, kommt nicht zufällig. Vorher war ich bereits zweimal hintereinander erst nach einem Monat wieder in Münster, so dass sich eine gewisse Entfremdung bemerkbar machte – mich hielt nicht viel in der Wohnung.

Diesmal habe ich mir allerdings gedacht: Münster könnte schön sein.

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Vor fünf Jahren: Am Boden

Ich schreibe aus gutem Grund nicht allzu viel darüber, wie es eigentlich kam, dass es mit meinem Leben zwischenzeitlich so bergab gegangen ist. In diesen Tagen, jetzt wo es mir wieder gut geht, werde ich jedoch öfters daran erinnert und da der Blick zurück nicht mehr weh tut, macht es auch nichts aus. Heute vor fünf Jahren war ich am Boden – es sollte jedoch noch weiter abwärts gehen.

Beachtlich, wie lange es gedauert hat, um wieder hochzukommen. Und auch wenn ich in all der Zeit viele gute Dinge gemacht habe, etwa eine andere Wohnung gesucht, neue Hobbys angefangen habe, mehr ausgegangen und im Jahr Auszeit viel verreist bin: Richtig glücklich bin ich durch all das nicht geworden. Den großen Unterschied konnte ich damit nicht machen. Dafür musste sich schon noch mehr in meinem Leben verändern.

Wieviel haben meine jetzigen Lebensumstände mit dem zu tun, wie mein Leben vor fünf Jahren aussah? Fast nichts. Das ist schon ein beachtliches Ergebnis. Es zeigt aber auch, dass nichts planen oder vorhersehen läßt. Auf kaum etwas hätte ich gezielt hinarbeiten können.

Mein Leben sieht gut aus, aber der Einfluss, den ich darauf hatte, war nur begrenzt. Vielfach waren es äußere Umstände, die ich zur rechten Zeit genutzt habe.

Wenn ich an meine drei Motive denke – einen Unterschied machen, etwas in den Herzen der Menschen bewegen, gut genug für etwas sein – dann konnte ich das erste und das dritte bezogen auf mein Leben insgesamt nur sehr selten erleben. Vielleicht erklärt das auch, warum ich nicht mehr an das große Ganze glaube und stattdessen versuche, die paar kurzen Zwischenphasen zu genießen.

Ich weiß noch genau, wie verloren ich mich vor fünf Jahren in Kazan in Tatarstan gefühlt habe. Ich war ein Fremder ohne irgendeine Bindung oder Funktion. Ich hoffe, diese Zeiten kommen nicht wieder.

Drei Monate nach dem Jahr Auszeit

Nach der ursprünglichen Planung wäre das Jahr Auszeit vor drei Monaten zuende gegangen; tatsächlich arbeite ich jedoch bereits wieder seit fünf Monaten – bin also bereits die halbe reale Auszeit wieder bei der Arbeit. Insgesamt, so läßt sich sagen, läuft es gut. Im Juni habe ich eine große Veränderung in meinem Leben angeleiert. Ich werde noch davon schreiben, wenn es endgültig soweit ist.

Als kleinen Nachtrag zum Mai habe ich inzwischen berichtet, wie ich am letzten Maiwochenende in Marburg war. Ein Wochenende darauf habe ich mich in Münster erst mit Kollegen getroffen, dann mit meiner ehemaligen Mitbewohnerin und bin am Samstag nach Kempen gefahren. Auch im Juni ging es nach Budapest. Danach fuhr ich für einen 50. Geburtstag inklusive Konzert von JoMo mit Ukulele-Beteiligung von mir in den Odenwald.

Der Sommeranfang fiel mitten in die Woche und so war ich nicht in Ungarn, sondern in den Niederlanden. Dort gab es aber Besuch aus Utrecht – und nach einem Regen zeigte sich dieser schöne Regenbogen über Hoofddorp.

Hoofddorp 04

Damit fehlt noch das letzte Juniwochenende. Da war ich in Nordwalde und Münster.

Zwei Monate nach dem Jahr Auszeit

Vor zwei Monaten wäre für mich ein Jahr Auszeit zuende gegangen. Tatsächlich bin ich schon wieder vier Monate bei der Arbeit. Die Zeit scheint wie im Fluge zu vergehen (gut, ich fliege ja auch viel), ich habe immer gut zu tun und meistens gute bis sehr gute Laune.

Zum April hatte ich noch einige Sachen zu berichten. Da wären die blühenden Bäume in der Schulstraße im Kreuzviertel. Das ist die Zeit, wenn Münster am schönsten ist. Ende April war Königstag in den Niederlanden. Den Monatswechsel erlebte ich auf einem Fantasywochenende namens Beltaine.

Natürlich ging es auch im Mai nach Budapest. Ein Woche später war Rollenspielwochenende. Dann verbrachte ich Pfingsten in der Slowakei und Ungarn. Es fehlt das letzte Maiwochenende.

Anbei noch ein Foto von einer Familie Schwäne. Die sah ich am Pfingstmontag direkt neben meinem Hotel in Hoofddorp schwimmen!

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Einen Monat nach dem Jahr Auszeit

Vor einem Monat ging rein rechnerisch ein Jahr Auszeit zuende. Tatsächlich arbeite ich (aufgrund meiner eigenen freien Entscheidung) schon wieder seit drei Monaten. Wie die Zeit vergeht!

Was mir seitdem aufgefallen ist: Wie wichtig es ist, die freie Zeit sinnvoll zu gestalten. Mir ist deutlich stärker bewusst als früher, wie sehr ich selbst dafür verantwortlich bin, denke aber auch, dass ich meine Möglichkeiten bisher gut genutzt habe.

Im April habe ich sehr wenig gebloggt, aber immerhin: Da war ein toller Italienurlaub (bester Osterurlaub seit 15 Jahren!) und danach noch ein Wochenende in Ungarn. Alles aus dem April habe ich dabei nicht erzählt. Es folgt also noch etwas!

Hier noch zwei Fotos, die ich am 19. bzw. 20. April in Hoofddorp gemacht habe. Zum einen ein Nest mit Reihern, deren Junge ähnliche Laute geben wie die Drachen bei „Game of Thrones“, zum anderen einige wunderschön blühende Bäume. Die Niederlande haben schon einige schöne Flecken im Frühling.

Hoofddorp 01

Hoofddorp 02

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