Ostern alleine

„Easter, here again, a time for the blind to see – Marillion: Easter“

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Vier Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Meine Suche geht ins zweite Jahr – und das hat sehr ungewöhnlich bekommen: Zum ersten Mal seit vielen Jahren – ich weiß nicht einmal, seit wie vielen genau – war ich über Ostern alleine.

Sonst hatte ich immer mindestens zwei Möglichkeiten: Zum Osterfeuer nach Nordwalde oder auf ein Esperanto-Treffen nach Italien. Beides ging diesmal nicht.

Die Fastenzeit ging erstaunlich schnell und leicht vorbei. Normalerweise wird mein Alltag durch den Verzicht auf Süßigkeiten durchbrochen (Alkohol trinke ich schon lange nicht mehr). Einen normalen Alltag gibt es in dem Sinne derzeit nicht, da fallen ein paar Wochen keine Süßigkeiten nicht ins Gewicht.

Es klingt wie ein Bericht aus einer anderen Welt: Der Besuch beim Zahnarzt und beim Frisör waren die einzigen beiden Gelegenheiten nach dem Neujahr bei meinen Eltern, in denen mich ein anderer Mensch berührt hat.

Es ist also nicht schlecht, sondern völlig normal, dass ich mich einsam fühle. Wirklich beunruhigend wäre, wenn ich etwas anderes fühlen würde.