Das Problem ist die Lösung

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Drei Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich darüber gebloggt, meine Sehnsucht zu bewahren, Wegweiser fürs neue Jahr, den Kurs zu halten, Erkenntnisse, die den Blick verändern, einen Lernerfolg sowie dass ich die ganze Zeit ok war.

„Das Problem ist die Lösung!“ – Diese Erkenntnis habe ich vor über zehn Jahren aus dem Persönlichkeits-Blog von Roland Kopp-Wichmann gewonnen. Der ursprüngliche Satz lautet dort etwas anders: Das Symptom ist die Lösung. Die Idee ist jedoch die gleiche: Das, was als Problem angesehen wird, ist in Wirklichkeit eine Lösung für eine andere Sache, die einem gar nicht bewusst ist.

Inzwischen habe ich das sogar noch etwas weiter gesponnen: Das Problem, das ich habe, zeigt meistens, dass ich ein anderes, viel größeres Problem gelöst habe. Das neue Problem ist also tatsächlich kein negatives, sondern ein positives Signal:

Das Problem Was es bedeutet
Ich muss weinen. Ich habe einen emotionalen Bezug zu dem, das ich erlebe.
Ich fühle mich müde, wütend oder traurig. Ich fühle überhaupt etwas.
Ich erlebe an einem Tag viele wechselnde Stimmungen. Endlich haben wieder alle Gefühle ihre Zeit.

Denn dass es ganz anders sein kann, daran kann ich mich noch gut erinnern – auch während meiner Auszeit: Da sah ich mich selbst mit drei sich widersprechenden Wertungen oder war plötzlich traurig im Supermarkt. Und es ist noch nicht sehr lange her, da wäre ich am liebsten vor mir selbst weggelaufen – denn alles schien in Ordnung, nur ich war es nicht.