Ein Lernerfolg zwischen den Quartalen

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Neun Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Spaß mit Zeit(räumen): Wann schreibe ich meinen Rückblick auf das letzte Quartal? Fällt der letzte Tag des alten oder der erste Tag des neuen Quartals auf einen Mittwoch ( = Blog-Tag), ist die Antwort trivial. Ansonsten habe ich bislang lieber einige Tage früher als schon mitten in der Woche des neuen Quartals zurückgeblickt. Das bringt natürlich die Möglichkeit mit sich, dass sich in den letzten Tagen des alten Quartals noch etwas tut und das aber nicht mehr in den Rückblick kommt (kennt man in größerem Stil aus Jahresrückblicken, in denen die Erfolge und Toten der letzten Wochen im Dezember nie auftauchen).

Anstatt das zu fürchten oder zu vermeiden, habe ich diesmal sogar mit voller Absicht genau so etwas fabriziert. Ich habe letzten Donnerstag die nächste Prüfung bestanden: Scaled Professional Scrum („Skaliertes professionelles Scrum“). Dieses Zertifikat gibt es seit August 2015 (Stand 01. Juni haben es 5.062 Leute.)

Die Vorbereitung bestand aus zwei Monaten täglichem Lernen. Ich habe direkt nach der letzten Prüfung angefangen. Insgesamt habe ich also fünf Monate am Stück gelernt. Damit habe ich Ende Juni eine bestandene Prüfung mehr als letztes Jahr insgesamt.

Da letzten Donnerstag der 30. Juni war, fiel die Prüfung noch ins letzte Quartal und das erste Halbjahr. Das war mir sehr wichig. Außerdem fiel sie mit genau diesem einen Tag in die Zeit „zwischen den Quartalen“ im Blog. Das bringt mich zum Schmunzeln.

So wird es auf keinen Fall weitergehen – aus dem besten aller Gründe: Das war die letzte der 10 Prüfungen von scrum.org für Anfänger und Fortgeschrittene. Ich habe sie alle innerhalb von drei Jahren und zwei Monaten bestanden – und als willkommenen Bonus sogar beim ersten Versuch. Die letzten zwei verbliebenen Prüfungen sind auf Experten-Niveau und jetzt noch nicht das richtige Ziel für mich.

Ich freue mich sehr, in den ersten zwei Monaten meiner neuen Stelle die Zeit und Konzentration gefunden zu haben, um für mich selbst etwas zu erreichen. Das war ein Ziel, das ich mir selbst gesetzt hatte und über dessen Erreichen ich umso zufriedener bin. So kann es gerne weitergehen!

Ein zweiter Lernerfolg

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Acht Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich darüber gebloggt, wie der Groove nach zwei Jahren zurückkam, Selbstliebe statt Angst sowie wie ich Ostern nicht alleine war.

Heute habe ich die nächste Prüfung bestanden: Professional Scrum Product Owner II (PSPO II). Dieses Zertifikat gibt es seit Juli 2016. (Stand 01. April haben es 4.569 Leute.)

Die Vorbereitung bestand aus zwei Monaten täglichem Lernen. Ich habe direkt nach der letzten Prüfung angefangen. Insgesamt habe ich also ein ganzes Quartal am Stück gelernt. Damit habe ich Ende April dieselbe Anzahl an bestandenen Prüfungen wie letztes Jahr insgesamt.

So wird es natürlich nicht weitergehen – das kann und möchte ich nicht. Es war mir wichtig, diese Prüfung zu bestehen, und auch, das vor meinem beruflichen Wechsel noch in trockenen Tüchern zu haben. Denn nächsten Monat geht es tatsächlich wieder auf Reisen, sogar außerhalb Deutschlands und der Niederlande!

Ein Gefühl von Urlaub hatte ich bereits am Samstag, als ich zusammen mit Kollegen den Blumenkorso Bollenstreek angesehen habe, wie er in Heemstede vorbeifuhr. Ich aß das erste Eis dieses Jahr und dazu von der Eisdiele, die ich letzten Sommer entdeckt habe. Was für ein herrliches Gefühl! Dass ich mich bei „normalen“ Situation so außergewöhnlich fühle, zeigt mir, wie einsam ich bin.

Heute war frei, da Königstag ist. Zum ersten Mal seit drei Jahren war der übliche Trubel. Aber für mich war es kein Vergleich zu 2015 in Utrecht. Ich hatte eines meiner orangefarbenen T-Shirts an und schlenderte einmal über den Flohmarkt in Hoofddorp, aber es packte mich nicht auf dieselbe Weise wie früher.

Tatsächlich war es die Prüfung, die mich richtig gefesselt hatte. Zu merken, was mir selbst wichtig ist und das dann zu tun, war eine wichtige Erfahrung.

Passend dazu fand ich in den letzten Tagen ein 20 Jahre altes Lied wieder. Damals fand ich es „ganz ok“, heute finde ich es ziemlich schön.

Vanessa carlton: A Thousand Miles

Die Zeile „Ich würde 1000 Meilen gehen, um bei Dir zu sein“ löst tatsächlich etwas in mir aus. Ich glaube, dass mir in erster Linie nicht jemand anders fehlt, sondern vor allem ich mir selbst. Um wieder bei mir selbst zu sein, würde ich auch 1000 Meilen gehen. Der heutige Tag war ein weiterer Schritt auf dem Weg.

Ein weiterer Lernerfolg

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Sieben Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich darüber gebloggt, wie das neue Jahr mit einem Traum begann, Zuversicht im neuen Jahr, die schöpferische Kraft der Zerstörung, Platz für Veränderung, wie ich den Träumen treu blieb, ein Wochenende wie früher, wie ich zwei Schritter weiter kam, falsche Scham sowie den Krieg in der Ukraine.

Nach dem, was ich letzte Woche geschrieben habe, muss alles andere trivial erscheinen. Also versuche ich gar nicht erst, ein großes Thema zu finden, sondern wähle absichtlich ein kleines, das mir trotzdem viel bedeutet.

Ich hatte für mich erkannt, dass persönliches Wachstum gerade in schlechten Zeiten nicht nur möglich, sondern wichtig ist. Auch wenn es sich nicht notwendigerweise darin ausdrückt, waren zwei Lernerfolge im letzten Jahr wichtige Meilensteine für meine berufliche Weiterbildung.

Vorletzten Sonntag habe ich die nächste Prüfung bestanden: Professional Scrum with Kanban (PSK I) („Professionelles Scrum mit Kanban“). Dieses Zertifikat gibt es seit Ende April 2018. (Stand 01. Februar haben es 3.710 Leute.)

Für mich ist das deswegen ein wichtiger Schritt raus aus der persönlichen Krise, weil ich mich noch darin erinnern kann, wie ich Ende 2019 von dieser Prüfung las und so gerne mehr über das Thema Scrum mit Kanban gelernt hätte, aber meine Energie und Konzentration immer weiter nachließen und durch andere Themen völlig in Beschlag genommen wurden. Dass ich diesen persönlichen Wunsch, der über zwei Jahre alt wahr, nun habe Wirklichkeit werden lassen, ist ein weiteres Zeichen, dass ich immer weiter auf dem Weg zurück in die Normalität bin.

Es tut sehr gut, das zu erfahren, auch wenn die ganze Welt manchmal verrückt zu werden scheint. Selbst wenn die Welt morgen enden würde, so würde ich immer noch versuchen, etwas neues zu lernen!

Zuversicht im neuen Jahr

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Sieben Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich darüber gebloggt, wie das neue Jahr mit einem Traum begann.

Es gibt weitere Anzeichen dafür, dass dieses Jahr besser wird als das letzte. 2021 war es bereits toll, dass ich vor Ablauf des ersten Halbjahres meine zweite Impfung bekam. Meine nun fällige Auffrischungsimpfung habe ich hingegen bereits hinter mir! Und das kam so:

Auch während meiner Zeit in Nordwalde verfolgte ich die niederländischen Nachrichten. Nach und nach durften sich die Jahrgänge Termine zur 3. Impfung holen. Am 27.12. las ich spätabends, dass im Stadion von Twente Enschede solche Impfungen verabreicht würden – man brauche nur einen Termin. Die entscheidende Nachricht für meinen Jahrgang war sogar noch im Verlauf des 26.12. eingegangen. Klare Sache, her mit dem nächsten Termin! Ich bekam einen für den 3. Januar nachmittags. Zum Vergleich: Von Hoofddorp aus wäre der nächste Termin erst am 17. Januar gewesen.

So fuhr ich mit der Bahn mal eben über die Grenze: Die Grolsche Veste liegt praktischerweise direkt neben dem Bahnhof Enschede Kennispark nur einen Halt hinter Enschede Hauptbahnhof. Damit ist eine wichtige Bedingung für meinen Wunsch, in diesem Jahr wieder mehr zu reisen, bereits erfüllt.

Zweitens bin ich vor dem Jahresende noch 9 Bücher losgeworden – der nächste größere Schub seit den 18 im August. Damit sind nicht automatisch weniger Bücher in meiner Sammlung, denn ich bekam einige zu Weihnachten und kaufte mir drei gebrauchte, die seit 2011 (!) auf meiner Wunschliste bei Bookcrossing waren. Es war Zeit, endlich eine Entscheidung zu treffen, und mein Wunsch, bestimmte Serien zu vervollständigen, war nach wie vor vorhanden. Ich werte das als wichtiges Signal, dass ich wieder mehr auf meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse achte.

Und schließlich habe ich heute meinen Lebenslauf aktualisiert. Ich hatte das seit Monaten auf dem Zettel und konnte mich nie richtig aufraffen. Jetzt habe ich das innerhalb eines Tages erledigt und sogar 4 Iterationen geschafft.

Scrum, für das ich mich bekanntlich sehr interessiere, kennt fünf Werte: Respekt, Fokus, Engagement, Offenheit und Mut. (Beim Agile Learning Lab Berlin wird statt letzterem „Zuversicht“ verwendet.)

Ich hatte gegen Ende des Jahres erlebt, wieviel ich schaffe, wenn ich fokussiert bin, und will das unbedingt im neuen Jahr fortsetzen. Die Selbstvernachlässigung war das Gegenteil von Fokus: Ich ließ es zu, dass mich andere fremdbestimmten und immer in andere Richtungen zogen.

Ich bin nicht sehr respektvoll mit mir selbst umgegangen. Das ist eine traurige Erkenntnis, die mir aber jetzt, wo ich sie niederschreibe, nicht mehr wehtut. Stattdessen wird es darauf ankommen, mich daran zu erinnern, während das noch neue Jahr langsam fortschreitet. Mir selbst gegenüber den nötigen Respekt aufzubringen und deswegen den Fokus aufrechtzuerhalten – das ist eine weitere gute Leitidee für dieses Jahr.

Ein Lernerfolg am Jahresende

„Ich bin eine Tochter Tie’Shiannas. Mein Geist ist durchdrungen von der Kraft des Humus. Sie füllt meinen Geist mit Bildern und Eingebungen von einem besseren Morgen.

Ich glaube, Ihr seid der Bote dieses besseren Morgen. Ihr werdet helfen, unsere Hoffnungen von neuem erblühen zu lassen, und den Schrein der Nurti heilen.“
– Kind Tie’Shiannas, Drakensang: Am Fluss der Zeit – Phileassons Geheimnis

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Sechs Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich darüber gebloggt, dass sich niemand wegwerfen muss, wie mein Geburtstag besser war als der ein Jahr zuvor, dass ich ganz im hier und jetzt sein will, ein wunderbares Wochenende, ASMR, wie sich meine Reisepläne verschoben, Stress rechtzeitig zu erkennen sowie wie der Groove ausgerechnet in schlechter Zeit zurückkam.

Der letzte Monat des Jahres hat begonnen – üblicherweise geht es in den Endspurt des Jahres voller Stress und Müdigkeit – nicht gerade die ideale Zeit für Wachstum und Veränderung.

Umso wichtiger war es mir, noch im Dezember eine Prüfung zur beruflichen Weiterbildung zu bestehen: Professional Scrum with User Experience (PSU I) („Professionelles Scrum mit Nutzererfahrung“). Dieses Zertifikat gibt es seit Ende Februar 2019. (Stand 01. Dezember haben es 1.734 Leute.) Ich werde hier nicht alles auflisten, was ich zum Lerne verwendet habe. Ein zentraler Teil war das Buch „Lean UX: Designing Great Products with Agile Teams“ von Jeff Gothelf und Josh Seiden.

Bis hierher wirkt es wie ein Spiegel des Eintrags vom Anfang des Jahres. Es gibt aber noch ein wenig mehr Hintergrund zu erzählen.

Da sich meine Reisepläne um mindestens einige Monate verschoben haben, war es mir umso wichtiger, meine Sehnsucht auf eine andere Art und Weise auszuleben. Die Idee, genau diese Prüfung zu machen, hatte ich schon vor zwei Jahren, als es bereits steil mit meinem Leben bergab ging. Als ich vor einigen Wochen im Büro einige Plakate zum Thema UX sah, erinnerte ich mich an meine Pläne von damals. Ich habe mich so sehr nach Veränderung, nach einem neuen Morgen, nach Hoffnung gesehnt, doch schienen es die Umstände und mein persönliches Energieniveau seitdem nie zuzulassen. Der Geburtstag und das Wochenende mit Freunden im Oktober haben mir die Motivation und Kraft gegeben, um seitdem fast täglich zu lernen.

Denn eines habe ich begriffen: Die Zeit ist jetzt. Eine bessere Zeit wird nicht kommen.

Die Prüfung habe ich übrigens mit 100% der Punkte bestanden. Wenn ich völlig wirr im Kopf und ohne Konzentration wäre, hätte ich das wohl kaum geschafft. Das ist ein Zeichen, dass ich stärker auf mich selbst vertrauen kann. Stattdessen sollte ich Umgebungen und Personen meiden, die mir den Eindruck vermitteln, nicht gut genug zu sein. Ich bin es doch offensichtlich unter den richtigen Umständen!

Ein Lernerfolg

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Drei Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich darüber gebloggt, meine Sehnsucht zu bewahren, Wegweiser fürs neue Jahr, den Kurs zu halten sowie zuletzt Erkenntnisse, die den Blick verändern.

Der erste Monat des Jahres ist schon wieder rum – üblicherweise hat dann der graue Alltag wieder Einzug gehalten, der Winter ist noch lange nicht vorbei und der Schwung für Veränderung verschwunden.

Umso wichtiger war es mir, noch im Januar eine Prüfung zur beruflichen Weiterbildung zu bestehen: Professional Agile Leadership Evidence-Based Management (PAL-EBM) („Professionale agile Führung – evidenzbasiertes Management“). Dieses Zertifikat gibt es erst seit Anfang Dezember! (Stand 01. Februar haben es 318 Leute.)

PAL-EBM-Abzeichen

Ich habe mir das selbst ausgesucht, weil mich das Thema interessierte. Das bereits am Anfang des Jahres geschafft zu haben, bedeutet mir sehr viel, denn das zeigt mir:

  1. Persönliches Wachstum ist immer möglich.
  2. Ich kann mir selbst Ziele setzen.
  3. Ich brauche nicht Angst, Zwang oder Druck, um etwas zu erreichen.

So sieht lebenslanges Lernen aus. Das ist einer meiner persönlichen Werte. Wenn ich zu so einer Zeit als Person wachsen kann, dann sind noch ganz andere Dinge möglich!