Wie ich noch einmal zum Spieletester wurde

Als ich über das Ausmisten der Computerspiele geschrieben habe, habe ich ja erwähnt, dass ein Austauschschüler 1993/94 eigene Spiele entwickelt hat. Er war da nicht der einzige in meinem Umfeld. Sogar ich habe mich (mit technischen sehr einfachen Mitteln) ganz kurz daran versucht, habe dann aber mehr bei den anderen mitgemacht und getestet, Level entworfen, ein paar Texte ausgedacht und Grafik beigesteuert. Damals gab es noch eine Shareware- und Playware-Szene. Ein paar Jahre vorher konnten noch kleine Teams kommerziell extrem erfolgreiche Spiele entwickeln.

Irgendwann wurde jedoch alles immer größer und teurer; die Spiele mussten mit großem Budget entwickelt werden (das damals allerdings noch unter dem von Hollywood-Filmen lag), Grafik und Musik wurden immer professioneller. Dagegen fielen die von Hobbyentwicklern gemachten Werke einfach zu stark ab. Für mich war es eine schöne Erfahrung, aber nichts Zwingendes, und so hörte ich einfach irgendwann auf und hatte das als schöne Erinnerung.

Ganz anders ging es einem meiner besten Freunde. Er hat sich so wie ich gefragt, was seine Träume waren und was seine Ziele im Leben sind. Er will noch einmal ein Spiel machen und veröffentlichen.

Die Zeiten stehen gut dafür: Heute hat man wieder kleine Spiele für zwischendurch.

Das Projekt läuft derzeit noch unter dem Namen „Flippy Ring“ und hat ein Blog unter flippyring.wordpress.com .

Vor wenigen Tagen ist der Open Beta Build 6 erschienen. Jeder kann bereits spielen – die Entwickler freuen sich über Rückmeldung!

Ich habe es auf meinem Laptop bereits durchgespielt und auf einem Mobiltelefon bin ich irgendwo in der Mitte. So konnte ich bereits wertvolle Hinweise geben. Auf meine alten Tage noch einmal Betatester – wer hätte das gedacht?

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4 Gedanken zu „Wie ich noch einmal zum Spieletester wurde

  1. Pingback: Ein runder Geburtstag | DĴ Kunar

  2. Die „kleinen“ Spiele sind ja nie ganz verschwunden. Vielleicht nur mehr in den Hintergrund getreten. Aber auch heute noch gibt es Menschen, die in ihrer Freizeit minimalistische, aber trotzdem beliebte Spiele entwickeln – muss ja nicht immer gleich ein neues Call of Duty sein 😉

  3. Pingback: Sieben Monate rum… | DĴ Kunar

  4. Pingback: WordPress auf Esperanto | DĴ Kunar

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