Angst als wertvoller Ratgeber

Ich bin auf der Suche nach dem verlorenen Groove. Sieben Blogeinträge fassen jeweils alle Blogeinträge aus einem Quartal zusammen:

Zuletzt habe ich darüber gebloggt, wie das neue Jahr mit einem Traum begann, Zuversicht im neuen Jahr, die schöpferische Kraft der Zerstörung, Platz für Veränderung, wie ich den Träumen treu blieb, ein Wochenende wie früher, wie ich zwei Schritter weiter kam, falsche Scham, den Krieg in der Ukraine sowie einen weiteren Lernerfolg.

In der vergangenen Woche habe ich erneut an einer Veranstaltung über Befreiende Strukturen (Liberating Structures) teilgenommen. Das mache ich deutlich häufiger als ich darüber blogge. Nachdem ich Ratschläge fürs Leben bekommen hatte, hatte ich bei anderen Gelegenheiten meine eigene Aufgabe erkannt, verstanden, was ich bereits erreicht habe sowie neue Einsichten über Stress gewonnen.

Diesmal war sogar Henri Lipmanowicz, einer der beiden LS-Autoren, anwesend. (Den anderen, Keith McCandless, hatte ich ebenfalls bereits auf einer Veranstaltung erlebt!)

Es ging eigentlich um ein anderes Thema, das ich grob mit „Was ist notwendig für größere Veränderung in einer Gruppe von Menschen?“ umreißen würde. Interessant für diesen Blogeintrag ist jedoch die Erkenntnis, die ich als letztes mitnahm:

„Achte darauf, wo Deine Angst ist. Das ist ein guter Hinweis auf eine Gelegenheit für persönliches Wachstum!“

Ich habe die letzten Monate besonders darauf geachtet, wann es mir gut geht und was mich unnötig auslaugt. Das ist aber nicht das Ende aller Ängste. Das ist eine Bedingung dafür, mich den verbliebenen Ängsten zu stellen, sie nicht mehr wegzudrücken oder zu ignorieren.

Angst an sich ist nämlich nicht schlecht. Ich hatte schon über gesunde Angst geschrieben. Angst kann ein wertvoller Ratgeber sein, wenn man sich nicht von ihr in ihren Bann ziehen oder lähmen läßt. Angst ist, gerade wenn sie einen nicht überkommt oder nur diffus im Hintergrund wabert, ein guter Indikator dafür, wo man noch nicht aufgeräumt hat, noch nicht mit sich im reinen ist, sich vielleicht etwas nicht eingestanden hat.

Dahin zu gehen, wo die Angst ist, hatte ich als Idee auch aus verschiedenen Videos von Christo Foerster mitgenommen. (Er selbst zitiert jemand anderen; ich kann aber spontan nicht mehr einer der Stellen finden, an denen er es sagt.)

Oder wie es Miraculix bei „Asterix und die Normannen“ sinngemäß sagt: Nur wer sich seiner Angst stellt, kann mutig sein.

3 Gedanken zu „Angst als wertvoller Ratgeber

  1. Pingback: Auf zu neuen beruflichen Ufern | Auf der Suche nach dem verlorenen Groove

  2. Pingback: Du kannst nicht vor Dir selbst weglaufen | Auf der Suche nach dem verlorenen Groove

  3. Pingback: Selbstliebe statt Angst | Auf der Suche nach dem verlorenen Groove

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